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		<title>Neue Sicht der Dinge</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 17:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut 40 Jahren: Wie gut erinnere ich mich an ihn, den begeisterten Hobbyfotografen. Wir Kinder mussten uns m&#246;glichst zusammenger&#252;ckt aufstellen und &#8230; warten, er nestelte nerv&#246;s an seinem &#8211; damals nat&#252;rlich noch analogen &#8211; Fotoapparat herum und wir mussten weiter herumr&#252;cken und warten, und er nestelte wieder und wir r&#252;ckten weiter und warteten wieder, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor gut 40 Jahren: Wie gut erinnere ich mich an <em>ihn</em>, den begeisterten  Hobbyfotografen. <em>Wir</em> Kinder mussten uns m&#246;glichst zusammenger&#252;ckt aufstellen und &#8230; warten, <em>er</em> nestelte nerv&#246;s an seinem &#8211; damals nat&#252;rlich noch analogen &#8211;  Fotoapparat herum und <em>wir</em> mussten weiter herumr&#252;cken und warten, und <em>er</em> nestelte wieder und <em>wir</em> r&#252;ckten weiter und warteten wieder, bis es (ihm) passte. Seine Hosen waren ausgebeult, weil sich links und rechts in den Taschen Filme und allerlei Fotozubeh&#246;r stauten. Irgendwie ein Bild des Jammers. </p>
<p>Und nach endlosem Warten wiederholte sich die Prozedur, weil er wieder einmal keinen Film eingespannt hatte. </p>
<p>Das soll gar nicht despektierlich klingen, nur: Seit damals war Fotografieren f&#252;r mich selbst unvorstellbar, Fotografen schienen mir ein eher skurriles V&#246;lkchen zu sein, unendlich viele Urlaubsfotos bei Freunden zu betrachten (samt ihrer akribischen Erkl&#228;rungen) nervte nur. Sp&#228;tere Versuche mit billiger Digitalkamera und Automatikmodus best&#228;tigten meine &#220;berzeugung, dass Fotografieren nicht das Meine ist.</p>
<p>Die Zeiten &#228;ndern sich, mein Entschluss reifte lange, kurz: seit Herbst 2011 hab ich ein neues Hobby. Die Entscheidung mit dem Fotografieren zu beginnen hat ein bisschen mit Anforderungen an die linke und rechte Gehirnh&#228;lfte zu tun, viel mit Entschleunigung und vor allem mit dem Sch&#246;nen und &#196;sthetischen. </p>
<p><a rel="lightbox[050212]" title="Aufgang zur Synagoge im j&#252;dischen Museum Eisenstadt" href="http://www.typhaeus.at/bilder/stiegenhausGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/stiegenhaus.jpg" width="350" height="525" alt="Aufgang zur Synagoge im j&#252;dischen Museum Eisenstadt" /></a>
</p>
<p>Ein lieber Freund und guter Fotograf riet mir erst eine Kamera zu kaufen und dann einen Kurs zu belegen, im <a href="http://www.fotokreis-eisenstadt.at/" title="Externer Link zu 'fotokreis-eisenstadt.at'">&#246;rtlichen Fotoclub</a> wurde ich herzlich aufgenommen. Die ersten fotografischen Gehversuche waren peinlich, f&#252;r Dezember buchte ich den Basiskurs der <a href="http://www.pfsoe.at/home/" title="Externer Link zu 'pfsoe.at'">Prager Fotoschule</a>.</p>
<p>Wir waren eine sehr nette Gruppe von 7 Teilnehmerinnen/Teilnehmern, der Kursleiter, <a href="http://www.dernachtmann.at/" title="Externer Link zu 'dernachtmann.at'">Ralph Nachtmann</a>, ein ausgesprochen kompetenter und liebensw&#252;rdiger Lehrer. Ich kann und m&#246;chte den Kurs w&#228;rmstens empfehlen!</p>
<p>Ralph Nachtmanns Angebot an uns, ihm Fotos f&#252;r die &#8220;Galerie der Absolventen&#8221; seiner Website zu schicken, kam ich einen Monat sp&#228;ter nach mit der Bitte um Auswahl und Feedback meiner Fotos. Und freue mich nicht nur &#252;ber die f&#252;r mich sehr wichtige Kritik, sondern auch, dass einige meiner Bilder es tats&#228;chlich geschafft haben!</p>
<p><a href="http://www.dernachtmann.at/galerie_d_absolventen/pg_1.htm#6560560" title="Externer Link zu 'dernachtmann.at'">Hier sind sie zu sehen, meine Fotos</a> &#8230;</p>
<p>Die Zeit ver&#228;ndert nicht nur uns, sondern auch die Sicht der Dinge &#8230; das Fotografieren wird langsam zur Leidenschaft und so nerve nun eben auch ich nicht nur mein menschliches Umfeld (off- und online), sondern sogar meine Pelzigen auf unseren Waldrunden ;-)</p>
<p><a rel="lightbox[050212]" title="Paris und Bel Ami, geduldig wartend ..." href="http://www.typhaeus.at/bilder/parisBelami2GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/parisBelami2.jpg" width="350" height="233" alt="Paris und Bel Ami im Wald" /></a></p>
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		<title>Geburtstag</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 08:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo du auch schnupperst, es stinkt, der Geruch des Niedergangs, dein eigener Hauch der Verwesung, das ist alles nicht mehr zu ertragen. Du beginnst abzubauen, dein K&#246;rper zerf&#228;llt, deine Kr&#228;fte schwinden, deine Intelligenz hat ihren H&#246;hepunkt erreicht. Alles schw&#228;chelt, alles l&#228;sst nach, es geht nur noch abw&#228;rts. Du l&#228;ufst nicht mehr so schnell wie fr&#252;her, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox[011111]" title="Allerheiligen 2011, morgens um 7 Uhr" href="http://www.typhaeus.at/bilder/allerheiligen11GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/allerheiligen11.jpg" width="350" height="233" alt="Allerheiligen 2011, morgens um 7 Uhr" /></a>
</p>
<blockquote><p>Wo du auch schnupperst, es stinkt, der Geruch des Niedergangs, dein eigener Hauch der Verwesung, das ist alles nicht mehr zu ertragen. Du beginnst abzubauen, dein K&#246;rper zerf&#228;llt, deine Kr&#228;fte schwinden, deine Intelligenz hat ihren H&#246;hepunkt erreicht. Alles schw&#228;chelt, alles l&#228;sst nach, es geht nur noch abw&#228;rts. Du l&#228;ufst nicht mehr so schnell wie fr&#252;her, du kannst dir nichts mehr merken, nicht einmal eine einfache Telefonnummer, die ersten Freunde sind schon weggestorben, du bekommst Falten, matte Haare und einen laschen Gesichtsausdruck. Du sp&#252;rst es am eigenen Leib, wie jeden Tag Millionen K&#246;rperzellen kaputtgehen, du hast das lebenswerte Leben hinter dir: du bist zwanzig.
</p></blockquote>
<p><cite>J&#246;rg Maurer, Hochsaison, Berlin <sup>5</sup>2010, 227</cite></p>
<p>Na dann, trotzdem noch alles Gute lieber typhaeus! ;-)</p>
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		<title>Als ich das Schreiben verlernte &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 11:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder werde ich nerv&#246;s, aber auch ein wenig traurig, wenn ich Menschen beobachte, die z.B. ewig brauchen, bis sie ein ganz einfaches Formular ausgef&#252;llt haben oder ihren Namen und Adresse aufschreiben sollen. Ich bin in diesem Momenten immer sehr dankbar, dass mir meine Eltern eine gute Schulausbildung erm&#246;glicht haben und erinnere mich deutlich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder werde ich nerv&#246;s, aber auch ein wenig traurig, wenn ich Menschen beobachte, die z.B. ewig brauchen, bis sie ein ganz einfaches Formular ausgef&#252;llt haben oder ihren Namen und Adresse aufschreiben sollen.<br />
Ich bin in diesem Momenten immer sehr dankbar, dass mir meine Eltern eine gute Schulausbildung erm&#246;glicht haben und erinnere mich deutlich an die Ermahnungen meiner Mutter schon in Volksschulzeiten, nicht nur richtig, sondern auch sch&#246;n zu schreiben. Au&#223;erdem hatte ich immer ein Faible f&#252;r sch&#246;ne Schriften und bewundere seit jeher insbesondere elgegante Handschriften. Wie oft sa&#223; ich als Kind zu Hause und &#252;bte mich im Sch&#246;nschreiben, besonders faszinierte mich damals die Kurrentschrift und die wie gestochen geschriebenen Hefte und Tageb&#252;cher meiner Gro&#223;mutter waren mir Vorbild, dem ich nachzueifern versuchte. Ich &#252;bte leidenschaftlich.</p>
<p>Umso gr&#246;&#223;er der Schock, was ich seit geraumer Zeit bei mir selbst feststelle, jedoch eine Zeit lang immer wieder halbwegs erfolgreich verdr&#228;ngen konnte, zumindest bis jetzt: </p>
<p><strong>Ich habe das Schreiben verlernt. </strong></p>
<p>Etwas genauer: Ich meine nicht das Tippen von Texten auf mechanischen oder elektronischen Ger&#228;ten, ich bin so gut wie nicht (mehr) imstande, einen einfachen Text (eine Zeile Notiz oder gar ein Gedicht o.&#196;.) mit der Hand zu schreiben! Abgesehen von jedweden kalligrafischen Anspr&#252;chen, es gelingt mir nicht einmal mehr, etwas so aufzuschreiben, dass ich es auch nur Stunden sp&#228;ter noch lesen kann. Und noch viel schlimmer: Ich bemerkte n&#228;mlich, wie mir das Schreiben mit Bleistift oder Kugelschreiber zunehmend M&#252;he machte, mich regelrecht physisch anstrengte und ich es daher immer mehr zu vermeiden suchte.</p>
<p>Die Ursachenforschung war einfach, hier nur in Stichworten: Das Durchlaufen und doch auch Beherrschen der jeweiligen technischen Errungenschaften, von der sehnenscheidenentz&#252;ndungsf&#246;rdernden mechanischen Schreibmaschine zu einer mit Kugelkopf, hin zur elektrischen Schreimaschine und endlich zum wunderbaren Psion (in eleganter Holzausf&#252;hrung!) &#8211; ich hatte immer das Neueste und daher den Eindruck, immer nahe am Puls der Zeit zu leben. Das machte mich sehr zufrieden, gab mir sogar ein gewisses &#220;berlegenheitsgef&#252;hl. Ich bel&#228;chelte jene, die &#8220;noch immer&#8221; ihre Notizen auf einen Zettel schrieben, ihren Kalender im guten alten Filofax verwalteten (&#252;brigens eine Errungenschaft, die ich komplett &#252;bersprungen bin; alle im Laufe der Jahre geschenkten Filofaxe sind bis zum heutigen Tag nicht einmal ihrer Cellophanh&#252;lle entledigt).</p>
<p><a rel="lightbox[210911]" title="Jene Schreibmaschine, die mich am Anfang meiner beruflichen T&#228;tigkeit begleitete" href="http://www.typhaeus.at/bilder/schreibmaschineGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/schreibmaschine.jpg" width="350" height="263" alt="Olympia-Schreimaschine" /></a>
</p>
<p>Schon beim Studium hab ich nie mit der Hand mitgeschrieben, das Schreiben also begonnen sukzessive zu verlernen, habe mir lange Zeit mit (damals noch) Maschineschreiben mein Studium finanziert, sp&#228;ter und bis heute fiel und f&#228;llt die Entscheidung immer auf Handys mit Tastatur und schon sehr fr&#252;h habe ich mir angew&#246;hnt, auch Exzerpte etc. nicht auf einem Zettel, sondern immer gleich am PC oder am Handy zu schreiben. Ob mit Textverarbeitungsprogramm, Editor oder, in praxi, meist gleich online.<br />
Hat ja bekanntlich auch viele Vorteile:  Ich tippe sehr schnell, blind und nat&#252;rlich im Zehnfingersystem, Zettel kann man leicht verlieren, Maschinschrift ist immer deutlich zu lesen, Korrekturen sind simpel usw., das muss nicht weiter ausgef&#252;hrt werden.<br />
Etwa 30 Jahre zogen ins Land, ich tr&#228;umte vom papierlosen B&#252;ro und ortete keine Probleme. </p>
<div id="mittig4">
<ul id="bildchen4">
<li><a rel="lightbox[210911]" title="Mein Psion" href="http://www.typhaeus.at/bilder/psion01GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/psion01.jpg" width="150" height="113" alt="Mein Psion" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[210911]" title="Mein Psion in Holzausf&#252;hrung" href="http://www.typhaeus.at/bilder/psion02GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/psion02.jpg" width="150" height="113" alt="Mein Psion" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Aber es gibt sie: Als ich dieser Tage in einem Gesch&#228;ft meinen Namen und meine Adresse aufschreiben sollte (wegen der hundertXten Kundenkarte) und die freundliche Verk&#228;uferin mir Formular und Stift reichte, sp&#252;rte ich erst einen Widerstand, schrieb aber dann, da kaum ein weniger peinlicher Ausweg in Sicht, sehr bem&#252;ht und genierte mich danach ziemlich. Die Schrift war h&#228;sslich, nahezu un&#228;sthetisch und eigentlich eine Zumutung. Es reichte.</p>
<p>Und ich beschloss umgehend an meinem mittlerweile veritablen Problem zu arbeiten. Ich werde also wieder beginnen mit der Hand zu schreiben!<br />
Noch keine Ahnung was, aber es wird mir schon etwas einfallen: Gedanken, Gedichte, Notizen?<br />
Worauf? Ein simpler Block oder ein Notizheft schienen mir irgendwie zu primitiv f&#252;r mein subjektiv empfunden gro&#223;es Vorhaben, instinktiv sp&#252;rte ich, dass ein Neuanfang nur mit entsprechend gro&#223;er Lust am Schreiben zu bew&#228;ltigen w&#228;re und nahm mir daher Zeit, ein geeignetes Objekt zu suchen. Ich hatte keine konkreten Vorstellungen, lie&#223; mich &#252;berraschen und pilgerte in die n&#228;chste Papierhandlung. </p>
<p>Eine neue Erfahrung, obwohl ich Papiergesch&#228;fte eigentlich sehr liebe: diese Mischung von Erinnerungen an die ersten Schultage, als die Welt noch heil war oder zumindest schien, das Nat&#252;rliche und Erdige der Hefte und Bl&#246;cke, der angenehme, fast anheimelnde Geruch der Farben, die oft so liebevoll angeordneten dezent-bunten Arrangements der Schreibutensilien.</p>
<p>Ich suchte also ein B&#252;chlein. Ich konnte mich nicht einmal daran erinnern, wann ich das letzte Mal in einer Papierhandlung war, um nicht nur zu riechen und optisch zu genie&#223;en, sondern auch zu kaufen. Die Moleskine-Notizb&#252;cher, von denen es eine riesige Auswahl gab, fand ich jedenfalls zu gew&#246;hnlich. Dann fand ich <strong>mein</strong> B&#252;chlein.</p>
<p>Mein B&#252;chlein ist sehr klein und sehr h&#252;bsch und ich kann es immer leicht mitnehmen, ein Lesezeichen mit Pfiff sowie ein Magnetverschluss (!) vermitteln fast den Hauch von Hi Tech ;-) Au&#223;erdem gibt es auf der Innenseite des hinteren Deckblatts eine sch&#246;n gearbeitete Lasche, wozu auch immer.</p>
<div id="mittig5">
<ul id="bildchen5">
<li><a rel="lightbox[210911]" title="Mein B&#252;chlein" href="http://www.typhaeus.at/bilder/buch01GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/buch01.jpg" width="150" height="120" alt="Mein B&#252;chlein" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[210911]" title="Mein B&#252;chlein" href="http://www.typhaeus.at/bilder/buch02GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/buch02.jpg" width="150" height="200" alt="Mein B&#252;chlein" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Wahrscheinlich w&#228;re es intelligenter gewesen, ein Heft mit Zeilen zu kaufen, aber das h&#228;tte die &#196;sthetik dieses kleinen Wunderdings zu sehr gest&#246;rt. Irgendwie wird das schon klappen, hoffe ich &#8230;</p>
<p>Als ich dann – mehr zum Test und um einen Anfang zu setzen -, mit einem ordin&#228;ren blauen Kugelschreiber meinen ersten Eintrag gemacht hatte, besch&#228;mte mich das Ergebnis. Die erste Seite des h&#252;bschen B&#252;chleins war sogleich verschandelt, wie schade.</p>
<p>Obwohl ich es selbst nicht wirklich glaubte, gab ich dem Kugelschreiber die Schuld und fuhr flugs nochmals ins Gesch&#228;ft, um mir einen Stift zu kaufen (obwohl ich vermutlich irgendwo Hundertschaften davon herumliegen haben). Und wurde wieder f&#252;ndig, ein Gl&#252;ckstag!<br />
Feder und Tinte hatte ich tats&#228;chlich kurz &#252;berlegt, schienen mir dann aber f&#252;r mein Vorhaben viel zu kompliziert, h&#228;tten mich auch sicher &#252;berfordert. Die Entscheidung fiel schlie&#223;lich auf ein deutsches Produkt, einen sehr weichen Kugelschreiber mit &#8220;Viscoglide-Technology&#8221;. Auch der Name des Stifts klingt ein wenig technisch &#8220;Slider XB&#8221; &#8211; vielleicht fast schon zu viel f&#252;r mein technikfreies Unternehmen ;-)</p>
<p>Das alles ist einige Tage her &#8230; es gibt noch immer keinen zweiten Eintrag. Weil ich mich n&#228;mlich nicht zwischen dem Hi-tech-Stift (um EUR 1.35) in Schwarz und jenem in Orange (sowohl Stift als auch Schrift) entscheiden konnte und beide kaufte. Und nun schon den 4. Tag &#252;berlege, mit welcher Farbe ich mein h&#252;bsches B&#252;chlein zu f&#252;llen versuche &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8230; da wurde mir wieder weit ums Herz, &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 13:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sonderausstellung zum 100. Todestag von Gustav Mahler (1860 – 1911) – so lockt die Werbung ins Komponierh&#228;uschen Mahlers am W&#246;rthersee vom 1. Mai bis 31. Oktober 2011. Und gleich vorweg: Was immer BesucherInnen von heutigen, mit zeitgem&#228;&#223;en museumsdikatischen Mitteln umgesetzten und modernster Pr&#228;sentationstechnik ausgestatteten Sonder- und Schwerpunktausstellungen erwarten, die Ausstellung im Komponierh&#228;uschen Mahlers erf&#252;llt gl&#252;cklicherweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox[010811]" title="Printwerbung f&#252;r die Sonderausstellung 2011 im Komponierh&#228;uschen Mahlers" href="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler00GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler00.jpg" width="350" height="482" alt="Printwerbung f&#252;r die Sonderausstellung 2011 im Komponierh&#228;uschen Mahlers" /></a>
</p>
<p>Sonderausstellung zum 100. Todestag von Gustav Mahler (1860 – 1911) – so lockt die Werbung ins Komponierh&#228;uschen Mahlers am W&#246;rthersee vom 1. Mai bis 31. Oktober 2011.</p>
<p>Und gleich vorweg: Was immer BesucherInnen von heutigen, mit zeitgem&#228;&#223;en museumsdikatischen Mitteln umgesetzten und modernster Pr&#228;sentationstechnik ausgestatteten  Sonder- und Schwerpunktausstellungen erwarten, die Ausstellung im Komponierh&#228;uschen Mahlers erf&#252;llt gl&#252;cklicherweise (!) keine einzige dieser Erwartungen! Im Gegenteil: Vom Parkplatz in Maiernigg gelange ich in knapp 10 Minuten zu Fu&#223; (Autofahren verboten) &#252;ber einen ma(h)lerischen, relativ steil bergan laufenden Weg durch einen dichten und satten Mischwald zum Komponierh&#228;uschen. </p>
<p>Und noch vor dem Betreten des H&#228;uschens bin ich vollkommen gefangen von der unendlichen Sch&#246;nheit und Stille dieses Ortes und ich verstehe ganz Mahlers Ausspruch, den ich auch f&#252;r den Titel dieses Beitrags lieh:</p>
<blockquote><p>&#8230; da wurde mir wieder weit ums Herz, &#8230;</p></blockquote>
<p><a rel="lightbox[010811]" title="Mahlers 'Study', sein Komponierh&#228;uschen" href="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler01GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler01.jpg" width="350" height="466" alt="Mahlers 'Study', sein Komponierh&#228;uschen" /></a>
</p>
<p>Den Eintrittspreis, der so gering ist, dass er eher als symbolisch zu bezeichnen ist, kassiert ein ausgesprochen freundlicher Herr, der auch sogleich anbietet, Musik von Mahler einzuschalten, was ich jedoch ebenso freundlich ablehne. Hier w&#252;rde nur Mahler selbst am Klavier dem Ort gerecht werden k&#246;nnen und die Musik Mahlers ist hier gewisserma&#223;en ohnehin zu h&#246;ren, auch ohne Stereoanlage. Der Herr weist mich auch eindr&#252;cklich auf die Sonderausstellung hin, oder genau genommen, auf das mehr oder weniger einzige Objekt dieser Sonderausstellung: die von Anton Sandig 1911 in Gips abgenommene Totenmaske Mahlers, die sich sonst im <a href="http://www.wienmuseum.at/de/sammlungen/biografische-sammlungen/portraets-und-totenmasken.html" title="Externer Link zu 'wienmuseum.at...'">Wienmuseum</a> befindet. Anton Sandig, so wurde mir erkl&#228;rt, war ein Architekt.</p>
<div id="mittig3">
<ul id="bildchen3">
<li><a rel="lightbox[010811]" title="Totenmaske Mahlers" href="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler02GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler02.jpg" width="150" height="150" alt="Totenmaske Mahlers" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[010811]" title="Totenmaske Mahlers" href="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler03GR.jpg"><img src="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler03.jpg" width="150" height="150" alt="Totenmaske Mahlers" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p>Und tats&#228;chlich: durch das Fenster hinter der in einer einfachen Vitrine eindrucksvoll pr&#228;sentierten Totenmaske schimmert das blaue Wasser des W&#246;rthersees, den Mahler intensiv als Schwimmer (das war lange vor der Zeit des Ironman Klagenfurt ;), kaum jemand ging damals schwimmen) und im Boot n&#252;tzte.</p>
<p>Alfred Roller – als Maler und B&#252;hnenbildner Mitarbeiter und Mitreformer an der Hofoper – erinnerte sich daran: </p>
<blockquote><p>Sein Bad begann gew&#246;hnlich mit einem m&#228;chtigen Kopfsprung. Dann schwamm er lange unter dem Wasser und weit drau&#223;en im See kam er erst wieder zum Vorschein, sich behaglich w&#228;lzend wie eine Robbe. Mit Mahler gemeinsam zu rudern, war kein Vergn&#252;gen. Er hatte einen sehr kr&#228;ftigen Streich und einen viel zu schnellen Schlag. Aber seine Kraft bef&#228;higte ihn, diese Anstrengungen auszuhalten. <a href="#f1" title="Fu&szlig;note 1: Siehe Erich Wolfgang Partsch, ...">[1]</a><span class="sali">.</span><a id="fn1" name="fn1"></a>
</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Fahrt &#252;ber den See inspirierte den w&#228;hrend der Arbeit an seiner Siebten Sinfonie verzweifelt um Ideen ringenden Komponisten im Sommer 1905. </p>
<p>&#8220;Beim ersten Ruderschlag fiel mir das Thema (oder mehr der Rhythmus und die Art) der Einleitung zum 1. Satze ein &#8230;&#8221;<br />
schrieb Mahler an seine Frau Alma <a href="#f2" title="Fu&szlig;note 2: Mahler Contemporary Festival, ...">[2]</a><span class="sali">.</span><a id="fn2" name="fn2"></a>
</p></blockquote>
<p>Obwohl ich mich in dem kleinen Raum l&#228;nger und (nat&#252;rlich zuf&#228;llig) alleine aufhalten darf, betreten die n&#228;chsten BesucherInnen, die mit ihren Mountainbikes ankommen, das Haus erst, als ich es bereits verlasse. Eine Zeit lang gr&#252;ble ich noch, wie der freundliche Herr, der sich &#252;brigens &#252;ber Mahler bestinformiert zeigte, das Problem l&#246;sen w&#252;rde, wenn mehrere G&#228;ste den Raum betreten und verschiedene Musikw&#252;nsche &#228;u&#223;ern w&#252;rden? – ein jeweils individuelles &#8220;Best Of&#8221; Mahlers? ;)</p>
<p>Ich bin weder Musikwissenschaftler noch ein besonderer Musik- oder gar Mahlerkenner, aber ich freue mich, dass die Zeit hier stehengeblieben zu sein schien. Und ich kann nach dem Besuch dieses faszinierenden Ensembles Mahler und seine Musik vielleicht doch ein klein wenig besser verstehen &#8230; Sonderausstellung hin und Totenmaske her, das Komponierh&#228;uschen ist f&#252;r mich ein Pflichtbesuch auch beim n&#228;chsten K&#228;rntenaufenthalt.</p>
<p>Der Entschluss Mahlers, sich am W&#246;rthersee (in Maiernigg) eine Sommerresidenz zu bauen, h&#228;ngt mit der Entstehungsgeschichte seiner IV. Symphonie zusammen. Mahler sah die Ausf&#252;hrung der Symphonie gef&#228;hrdet, deren erste musikalische Gedanken zwar vorlagen, der dichte Terminplan aber keinerlei Ausarbeitung zulie&#223;. Mahler bef&#252;rchtete sogar, dass seine k&#252;nstlerische Schaffenskraft zum Erliegen gekommen war und sehnte sich mehr denn je nach Refugium in der Stille der Natur. W&#228;hrend er seine direkt am See gelegene Villa bewohnte, nutzte er das Komponierh&#228;uschen ausschlie&#223;lich f&#252;r ungest&#246;rtes Arbeiten. Zum Komponieren brauchte er Stille und unmittelbaren Kontakt mit der Natur. 1899 wurde der Kaufvertrag &#252;ber das Seegrundst&#252;ck geschlossen, im Sommer 1900 war das H&#228;uschen im Wald fertig. (Es war dies das 2. H&#228;uschen nach jenem am Attersee. Das 3. und letzte Komponierh&#228;uschen lie&#223; Mahler f&#252;r die Sommermonate 1908 bis 1910 in Toblach in S&#252;dtirol bauen). Mahler selbst nannte das H&#228;uschen sein &#8220;Study&#8221; und sich selbst in einem Gespr&#228;ch mit Richard Strauss einen Sommerkomponisten <a href="#f3" title="Fu&szlig;note 3: S. Erich Wolfgang Partsch, ...">[3]</a><span class="sali">.</span><a id="fn3" name="fn3"></a>.</p>
<p>Tatsache ist, dass Mahler in den K&#228;rntner Jahren ein Riesenpensum schaffte.<br />
Vier Sinfonien und bedeutende Liederzyklen wie die Kindertotenlieder entstanden in der &#8220;splendid isolation&#8221; <a href="#f4" title="Fu&szlig;note 4: Mahler Contemporary Festival, ...">[4]</a><span class="sali">.</span><a id="fn4" name="fn4"></a>.</p>
<p>Der Wunsch nach Ruhe zum Komponieren nahm nahezu eigent&#252;mliche Ausma&#223;e an. So berichtet seine Frau Alma:</p>
<blockquote><p>Mahlers Lebensweise war in den ganzen sechs Jahren die gleiche. Er stand im Sommer jeden Tag um sechs, halb sieben Uhr auf. Im Moment, wo er erwachte, l&#228;utete er nach der K&#246;chin, die sofort das Fr&#252;hst&#252;ck fertigstellte und es auf glattem, steilem Weg in sein Arbeitshaus hinauftrug. Dieses lag mitten im Wald, etwa sechzig Meter h&#246;her als die Villa (am See, Anm.) die K&#246;chin durfte den regul&#228;ren Weg nicht gehen, weil er ihren und &#252;berhaupt niemandes Anblick vor der Arbeit ertragen konnte, und so musste sie jeden Morgen einen schl&#252;pfrigen Kletterweg mit allem Geschirr hinaufsteigen. Das Fr&#252;hst&#252;ck bestand aus frischem Kaffee, Butter, Grahambrot und Jam … Das Haus selbst war nichts als ein gro&#223;es gemauertes Zimmer mit drei Fenstern und der Eingangst&#252;r. Ich f&#252;hlte, dass dieses Haus ihm nicht gesund war, weil es zu tief im Walde steckte und nicht unterkellert war. Ich konnte aber nichts tun, um ihn an diesem Aufenthalt zu hindern, da er ihn so liebte.</p>
<p>Im Zimmer stand ein Fl&#252;gel und auf den Regalen ein vollst&#228;ndiger Goethe und Kant. Au&#223;erdem an Noten nur Bach <a href="#f5" title="Fu&szlig;note 5: Gustav Mahler am W&#246;rthersee, ...">[5]</a><span class="sali">.</span><a id="fn5" name="fn5"></a>.
</p></blockquote>
<p>Wie sehr die geniale Fantastin Alma die Buchausgaben wirklich sah oder nur sehen wollte, entzieht sich unserer Kenntnis, ist aber auch v&#246;llig unerheblich. Ein Kollege aus Mahlers Zeit als Kapellmeister in Laibach, der den ber&#252;hmten Hofoperndirektor in seiner Komponiereinschicht besuchte, sah jedenfalls nichts von Noten und B&#252;chern, nur eine knapp auf das Notwendige beschr&#228;nkte Einrichtung, Tisch, Sessel, Kanapee f&#252;r kurze Rast <a href="#f6" title="Fu&szlig;note 6: S. Alexander Widner, ...">[6]</a><span class="sali">.</span><a id="fn6" name="fn6"></a>.</p>
<p>1904 vollendete Mahler seine VI. Symphonie in Maiernigg, seine Frau Alma war mit ihren zwei Kindern zu ihm nach K&#228;rnten gezogen und zu den 1900 geschriebenen Kindertotenliedern 1, 3 und 4 f&#252;gte er nun noch das 2. und 5. dazu. Alma erschrak: </p>
<blockquote><p>Ich habe damals sofort gesagt: Um Gottes willen, du malst den Teufel an die Wand! <a href="#f7" title="Fu&szlig;note 7: Gustav Mahler am W&#246;rthersee, ...">[7]</a><span class="sali">.</span><a id="fn7" name="fn7"></a></p></blockquote>
<p>1907 brachte den schrecklichen Absturz, die Lebenswende: im Fr&#252;hjahr trat Mahler – nach Intrigen gegen ihn (u.a. eine Pressekampagne mit antisemitischen Untert&#246;nen) &#8211;  als Hofoperndirektor zur&#252;ck, seine &#228;ltere Tochter Marie Anna starb nach schwerem Leiden mit viereinhalb Jahren am 12. Juli an Scharlach mit diphterieartigen Symptomen. Mahler selbst wurde ein Herzleiden diagnostiziert. Er &#8220;fl&#252;chtete&#8221; Hals &#252;ber Kopf erst nach Wien und reiste dann nach Amerika; an den W&#246;rthersee kehrte er, soweit bekannt, nie mehr zur&#252;ck.</p>
<p>Marie Anna wurde am folgenden Tag am nahegelegenen Friedhof Keutschach begraben und sp&#228;ter auf den Friedhof Wien Grinzing &#252;berf&#252;hrt.</p>
<p>Der kleine Ort Keutschach hat zwei Friedh&#246;fe, einen rund um die Kirche und einen neuen Friedhof etwas unterhalb an der Stra&#223;e. </p>
<p><a rel="lightbox[010811]" title="Der aufgelassene Friedhof in Keutschach" href="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler04GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/mahler04.jpg" width="350" height="263" alt="Der aufgelassene Friedhof in Keutschach" /></a>
</p>
<p>W&#228;hrend wir auf dem aufgelassenen Friedhof der Pfarrkirche hochinteressante und gar bemerkenswerte <a href="http://www.suehnekreuz.de/oesterreich/kaernten/keutschach.htm" title="Externer Link zu 'suehnekreuz.de...'">fr&#252;hmittelalterliche Grabplatten</a> finden, konnte ich auf beiden Friedh&#246;fen trotz intensiver Suche keine Spuren von Marie Mahler entdecken &#8230;,<br />
was mich dann doch ein wenig traurig machte.</p>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:271px" data="http://www.youtube.com/v/VzG3B0uajq8?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VzG3B0uajq8?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p class="centered">Gustav Mahler: Kindertotenlieder:<br />
Nr. 3 &#8220;Wenn dein M&#252;tterlein tritt zur T&#252;r herein&#8221; und<br />
Nr. 4 &#8220;Oft denk&#8217; ich, sie sind nur ausgegangen&#8221;<br />
Thomas Quasthoff, Bariton</p>
<p class="tipp">Mehr Informationen zum Komponierh&#228;uschen sowie Bildimpressionen: <a href="http://www.gustav-mahler.at/deutsch/Impressionen.asp" title="Externer Link zu 'gustav-mahler.at'">gustav-mahler.at</a>. Tipp: Genie&#223;en Sie auch das auf der Website eingebundene Video &#8220;Mahler in Maiernigg&#8221;.</p>
<div class="hr1">
<hr />
								</div>
<div class="fussnote">
<p><a id="f1" name="f1"></a>[1] Siehe Erich Wolfgang Partsch, Gustav Mahler in Klagenfurt, Klagenfurt o.J. <span class="ext2">[<a href="#fn1" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (1)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f2" name="f2"></a>[2] Mahler Contemporary Festival, in: Die Br&#252;cke, Nur 108, Juni 10, Klagenfurt, 30 <span class="ext2">[<a href="#fn2" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (2)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f3" name="f3"></a>[3] S. Erich Wolfgang Partsch  a.a.o. und Alexander Widner, Mahlers H&#252;tte, Die Br&#252;cke, Nur 108, Juni 10, Klagenfurt, 28f <span class="ext2">[<a href="#fn3" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (3)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f4" name="f4"></a>[4] Mahler Contemporary Festival, a.a.O. <span class="ext2">[<a href="#fn4" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (4)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f5" name="f5"></a>[5] Gustav Mahler am W&#246;rthersee. Dokumente, Berichte, Photographien zum Leben und Schaffen des Komponisten, Klagenfurt o.J., 10f <span class="ext2">[<a href="#fn5" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (5)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f6" name="f6"></a>[6] S. Alexander Widner, a.a.O. <span class="ext2">[<a href="#fn6" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (6)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
<p><a id="f7" name="f7"></a>[7] Gustav Mahler am W&#246;rthersee, a.a.O., 8 <span class="ext2">[<a href="#fn7" title="wieder nach oben zur Textstelle">Zur&uuml;ck zum Text (7)</a>]</span><span class="sali">.</span></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Anti-Alkohol-Spot</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 16:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder vielmehr: Das Drehbuch zu einem solchen ;) Mein allmorgendlicher Fixpunkt ist eine Laufrunde mit meinen beiden pelzigen Freunden. Meist absolvieren wir diese im Wald und genie&#223;en die freundlich aufgeregten Willkommensrufe der gefiederten Waldbewohner. Die Morgen beginnen also im sonst so stillen und fast ein wenig unheimlichen Wald mit Konzerten, die schon einen Gustav Mahler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Oder vielmehr: Das Drehbuch zu einem solchen ;)</h3>
<p>Mein allmorgendlicher Fixpunkt ist eine Laufrunde mit meinen beiden <a href="http://www.paris-und-belami.at/2011/05/12/flotter-3er/" title="Externer Link zu 'paris-und-belami.at'">pelzigen Freunden</a>. Meist absolvieren wir diese im Wald und genie&#223;en die freundlich aufgeregten Willkommensrufe der gefiederten Waldbewohner. Die Morgen beginnen also im sonst so stillen und fast ein wenig unheimlichen Wald mit Konzerten, die schon einen Gustav Mahler fasziniert und inspiriert haben (<abbr>z.B.</abbr> in seiner ersten Sinfonie in D-Dur).</p>
<p>Nur manchmal, wenn ich zu m&#252;d bin oder Laufpause angesagt ist, fahren wir auf die nahegelegenen Felder und ziehen dort gem&#228;chlich unsere Kreise, argw&#246;hnisch be&#228;ugt von Hasen, Rehen und F&#252;chsen. </p>
<p>Und genau so begann ein zun&#228;chst unspektakul&#228;rer Tag vor wenigen Wochen. Die Pelzigen gingen &#8211; wie dort ausnahmslos immer &#8211; brav an der Leine. Schlecht geschlafen und aufkommender F&#246;hnwind sorgten daf&#252;r, dass wir an diesem Morgen ganz besonders gem&#252;tlich unterwegs waren.</p>
<p>Unsere Runde l&#228;uft entlang dreier B&#228;che zwischen Feldern, die sich cham&#228;leonartig ver&#228;ndern im Jahreszyklus. Derzeit dominieren die Sonnenblumen. Daher parken wir das Auto immer im Osten unserer streng quadratisch angelegten Runde, um als erstes wie die Sonne von den fr&#246;hlichen Gesichtern der Sonnenblumen begr&#252;&#223;t zu werden. Kein Asphalt, keine Autos, au&#223;er gelegentliche Jogger oder Bauern mit ihren Traktoren und Pflugger&#228;ten nur wohltuende Ruhe und (meist) Wind &#8230;</p>
<p><a rel="lightbox[170711]" title="Die freundlichen Sonnenblumen" href="http://www.typhaeus.at/bilder/sonnenblumenGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/sonnenblumen.jpg" width="350" height="263" alt="Die freundlichen Sonnenblumen" /></a>
</p>
<p>Bis auf eine Ausnahme: Ein einziger Weg in dieser achterartigen Doppelrunde wird von Autofahrern in der Fr&#252;h gern benutzt als &#8220;Abschneider&#8221;, also als Abk&#252;rzung, wenn auf der nahegelegenen Bundesstra&#223;e wieder einmal der t&#228;gliche Morgenstau frustriert. Vorweg: Es gibt sie tats&#228;chlich, die r&#252;cksichtsvollen AutofahrerInnen, die den Sandweg vorsichtig und langsam befahren, insbesondere dann, wenn sie <abbr>z.B.</abbr> uns begegnen. Aber es gibt auch die anderen und ein solcher kam uns am besagten Tag auf besagtem Weg entgegen. Es war 06.30h.</p>
<p>Und dieser Andere verminderte sein recht hohes Tempo kaum <abbr>bzw.</abbr> gar nicht, wich aber immerhin einige Zentimeter nach rechts aus. Ich wiederum dr&#252;ckte mich und meine beiden Begleiter weiter ins Feld nach links, um entsprechenden Abstand zum Auto halten zu k&#246;nnen. Eine riesige Staubwolke folgte seinem Auto und blieb schwer &#252;ber dem Weg h&#228;ngen.</p>
<p>Da ich mich doch wieder einmal wunderte und mich auch &#8211; zugegeben &#8211; &#228;rgerte, schaute ich dem Auto nach und sch&#252;ttelte den Kopf, eine gar nicht wirklich bewusst gesetzte Reaktion. Aber genau das war offensichtlich schon des B&#246;sen zu viel. Denn pl&#246;tzlich bremste der Autofahrer (er muss also sehr penibel seinen R&#252;ckspiegel konsultiert haben) und schob wild zur&#252;ck, bis er auf unserer H&#246;he, sprich auf Augenh&#246;he mit meinen Pelzigen, angelangt war. Kurbelte das Fenster runter und begann sofort (!) zu schreien. Nein das w&#228;re zu freundlich formuliert, er begann zu br&#252;llen und bedachte mich mit zumindest aus seiner Sicht wenig schmeichelhaften, aber eigentlich sehr phantasievollen und recht lustigen Tiergattungsnamen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich mich trotz der etwas stressigen Situation in aller Herrgottsfr&#252;he fragte, warum er ausgerechnet diese Tiere w&#228;hlte &#8230; Neben ihm sa&#223; (s)eine Frau, die – und das am&#252;sierte mich doch ein wenig – die ganze Zeit keinen Ton von sich gab, aber permanent l&#228;chelte und wie ein Wackeldackel st&#228;ndig, fast roboterhaft, ihren Kopf hin und her wiegte, blo&#223;, dass sich ihr Kopf im Unterschied zum Wackeldackel nur horizontal bewegte. Schien, als w&#228;ren ihr Tonfall und Wortwahl ihres Begleiters <em>(Ehemanns?)</em> sehr vertraut.</p>
<p>Als ich eine kurze Luftholpause des Cholerikers <em>(mir d&#228;mmerte langsam, dass das Temperament nicht der alleinige Grund f&#252;r diese seine bedauernswerte Performance sein kann?)</em> nutzte, um ihn darauf hinzuweisen, dass er blo&#223; ein wenig r&#252;cksichtsvoller h&#228;tte fahren k&#246;nnen, war seine ohnehin &#252;berraschend niedrige Reizschwelle offenbar endg&#252;ltig &#252;berschritten. Er drohte nahezu zu explodieren, h&#252;pfte regelrecht, wenn auch etwas schwerf&#228;llig, auf seinem Fahrersitz auf und ab, krallte sich mit der rechten Hand am Lenkrad fest (dadurch konnte er seinen beh&#228;bigen K&#246;rper besser nach rechts, n&#228;mlich zu uns, drehen &#8211; und nat&#252;rlich der Dame noch lauter ins Ohr schreien) und ich konnte beobachten wie er mit der linken Hand immer wieder zum T&#252;rgriff langte und wohl &#252;berlegte, ob er nicht doch aussteigen solle. Gl&#252;ck <em>(f&#252;r wen eigentlich?)</em> gehabt, denn das tat er dann doch nicht, den Grund daf&#252;r ahnte ich auch sogleich &#8230; </p>
<p>Doch erst kam erwartungsgem&#228;&#223; noch das &#220;bliche: seine Stimme &#252;berschlug sich nahezu und er grunzte, dass er n&#228;mlich auch Bauer und J&#228;ger sei und f&#252;r diesen Feldweg zahle! Na dann ;) </p>
<p>Ich erkl&#228;rte ihm jedenfalls, dass auf diesem Feldweg selbstverst&#228;ndlich jeder gehen, laufen und auch fahren darf, ein Widerspruch, der ihn aber nun final erregte. Jetzt tobte er von Neuem los, das Auto schaukelte schon gef&#228;hrlich und er br&#252;llte </p>
<blockquote><p>Du traust dich das ja nur, weil du diese beiden &#8216;K&#228;lber&#8217; (sic!) mithast. </p></blockquote>
<p>Also die n&#228;chste lustige Tierassoziation. Das mich ebenfalls &#252;berraschende vertraute &#8220;Du&#8221; verwendete er &#252;brigens auch schon vorher bei der Tiergattungsbenamsung und na ja, die beiden &#8220;K&#228;lber&#8221; sa&#223;en brav, wenn auch sehr aufmerksam links und rechts von mir und r&#246;chelten leider noch immer ein wenig, weil sich die Staubwolke noch nicht ganz verzogen hatte.</p>
<p><a rel="lightbox[170711]" title="Paris und Bel Ami auf dem Weg des Geschehens" href="http://www.typhaeus.at/bilder/parisBelamiGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/parisBelami.jpg" width="350" height="263" alt="Paris und Bel Ami auf dem Weg des Geschehens" /></a>
</p>
<p>Naheliegenderweise fragte ich ihn, <em>was</em> ich mich denn &#252;berhaupt getraut h&#228;tte (ich f&#252;hlte mich alles M&#246;gliche, aber sicher nicht sonderlich mutig), worauf die Situation blitzartig eskalierte, oder genau genommen, eigentlich de-eskalierte. Denn die Dame an des Schreiers Seite (sie schien tats&#228;chlich <em>noch</em> Schlimmeres zu bef&#252;rchten) bewegte pl&#246;tzlich erstmals nicht nur ihren Kopf, sondern legte ihren linken Arm auf seine rechte Hand am Lenkrad und schloss mit der rechten Hand das Autofenster und dann brausten sie davon, nicht ohne eine neuerliche Staubwolke zu produzieren &#8230;<br />
Aber vielleicht war auch alles ganz anders und die Dame hatte nur schon erste Taubheitssymptome in ihrem linken Ohr?</p>
<p>Im Davonfahren konnte ich die prominent angebrachte Aufschrift auf dem Auto auch deutlich lesen und manch in den vergangen Minuten langsam aufkeimender Verdacht begann sich nun zu erh&#228;rten: </p>
<blockquote><p><strong>Weingut F.*</strong> (mit Adresse)</p></blockquote>
<p>Und w&#228;hrend ich noch kurz der vers&#228;umten Gelegenheit nachtrauerte, ein lustiges YouTube-Video des eben Erlebten produziert zu haben (ich hatte leider mein Handy im Auto gelassen), setzten wir ganz entspannt unseren Spaziergang fort &#8211; und mir schien, als w&#252;rden uns die Kl&#228;nge der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1._Sinfonie_%28Mahler%29" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Symphonie Nr. 1 in D-Dur von Gustav Mahler</a> begleiten &#8230;</p>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:284px" data="http://www.youtube.com/v/DVYZluRnFwM?version=3&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/DVYZluRnFwM?version=3&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p><em>*) Selbstverst&#228;ndlich wurde der Name <abbr>bzw.</abbr> die Initiale des Namens des Weinguts hier ver&#228;ndert, denn schlie&#223;lich sind meine beiden einzigen Zeugen f&#252;r das geschilderte Erlebnis blo&#223; zwei Doggen ;)</em></p>
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		<title>Kritik</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 14:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mistk&#228;fer, habe ich bei Jean-Henri Fabre gelesen, versteckt seine Mistkugel unterirdisch, an der er zwei Wochen ununterbrochen frisst, w&#228;hrend er das Verdaute als Humus ununterbrochen auskackt. Das ist die Rolle des Kritikers &#8211; er produziert den N&#228;hrboden dessen, was wachsen wird. Indem er in rasendem Tempo sortiert &#8211; die guten ins Kr&#246;pfchen -, beweist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Der Mistk&#228;fer, habe ich bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Henri_Fabre" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Jean-Henri Fabre</a> gelesen, versteckt seine Mistkugel unterirdisch, an der er zwei Wochen ununterbrochen frisst, w&#228;hrend er das Verdaute als Humus ununterbrochen auskackt. Das ist die Rolle des Kritikers &#8211; er produziert den N&#228;hrboden dessen, was wachsen wird. Indem er in rasendem Tempo sortiert &#8211; die guten ins Kr&#246;pfchen -, beweist er, dass es doch geht, dass man kunstkritisch fressen kann, was man kulturkritisch f&#252;r unverdaubar erkl&#228;rt hatte. Wir Mistk&#228;fer widerlegen uns selbst bis zur Ersch&#246;pfung. Das naheliegende Ziel w&#228;re, Kunst zu finden, die den Interpreten braucht, und das fernere, Kunst zu finden, die sich selbst gen&#252;gt. Sagen wir, ein Kabinett der Reflexion: memento mori; Brunnen des Lebens; der Zyklus des Jahres. Miniaturen als Allegorien in der platonischen H&#246;hle. Ein wei&#223;er Raum als Themenpark. Alltag und Universum als polare Gewichte.</p></blockquote>
<p><cite><a href="http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/noch-einmal-die-sanduhr-umgedreht/" title="Externer Link zu 'taz.de...'">Ulf Erdmann Ziegler, in die taz 24. 06. 2011</a> </cite></p>
<p>Gefunden bei <a href="http://museologien.blogspot.com/2011/07/kritik.html" title="Externer Link zu 'museologien.blogspot.com...'">Gottfried Fliedl &#8220;museologien&#8221;</a>!</p>
<p>PS: Im <a href="http://www.typhaeus.at/kolophon/" title="Interner Link zum Kolophon">hiesigen Blog</a> sozusagen ein Pflichtbeitrag ;)</p>
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		<item>
		<title>Das Fr&#252;hst&#252;cksei</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2011/06/02/das-fruehstuecksei/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 11:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte heute hier ein anderer Bericht zu lesen sein, aber die Geschichte beginnt schon ein wenig fr&#252;her: Denn genau genommen war schon der Kauf meines neuen Rads im Juli 2010 weniger eine sportliche als eine &#8211; zumindest auch &#8211; philosophische Frage. Denn es vergingen viele Wochen, bis ich mich entscheiden konnte, ob ich einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sollte heute hier ein anderer Bericht zu lesen sein, aber die Geschichte beginnt schon ein wenig fr&#252;her:</p>
<p>Denn genau genommen war schon der Kauf meines neuen Rads im Juli 2010 weniger eine sportliche als eine &#8211; zumindest auch &#8211; philosophische Frage. Denn es vergingen viele Wochen, bis ich mich entscheiden konnte, ob ich einen Teil meiner damals geplanten sportlichen Zukunft </p>
<ul>
<li>auf einem Stra&#223;enrennrad  </li>
<li>auf einem Mountainbike oder </li>
<li>auf  &#8220;goldenen Mitte&#8221;, n&#228;mlich einem Crossrad </li>
</ul>
<p>verbringen wollte. Ein (f&#252;r Au&#223;enstehende) scheinbar banales Problemchen, denn es ging ja noch gar nicht um Marken oder Qualit&#228;ten, sondern um viel Grunds&#228;tzlicheres. </p>
<p>Damals lief im TV irgendein billiger Unterhaltungsfilm, in dem die Dame den &#8211; offensichtlich privat wenig entscheidungsfreudigen &#8211; Herrn fragt, ob er zum Fr&#252;hst&#252;ck ein hartes oder weiches Ei wolle. Und seine Antwort war: &#8220;nicht zu hart und nicht zu weich&#8221;. Sie darauf: &#8220;Typisch, hab ich nicht anders erwartet&#8221; &#8230; (aus der Erinnerung zitiert).</p>
<p>Nun, in der Tat, machte mir ausgerechnet diese Fr&#252;hst&#252;ckseigeschichte doch ziemlich zu schaffen beim Kauf des Rades und ich f&#252;hlte mich pl&#246;tzlich entscheidungsunf&#228;hig und dementsprechend ungl&#252;cklich.  Denn ich stellte mir vor, dass ich sowohl gern schnell auf der Stra&#223;e fahren w&#252;rde und nicht minder gern auch im Gel&#228;nde unterwegs w&#228;re. Zwei R&#228;der kamen aus mehreren Gr&#252;nden nicht in Frage (<abbr>v.a.</abbr> auch, weil sie das eigentliche Problem ja nicht gel&#246;st h&#228;tten) und sowohl auf der Stra&#223;e als auch im Gel&#228;nde jedesmal ungl&#252;cklich sein wollte ich halt auch nicht. </p>
<p>Die Zeit verging und ich &#252;berlegte, dachte, visualisierte und unterhielt mich schlie&#223;lich mit meinem Freund, dem Philosophen. Dem war zwar mein Rad ziemlich egal, er argumentierte aber f&#252;r mich &#252;berraschend, dass die &#8220;goldene Mitte&#8221; ohnehin zu Unrecht ihren schlechten Ruf h&#228;tte, sondern, im Gegenteil, meist die kl&#252;gste und nachhaltigste L&#246;sung w&#228;re. Und wir diskutierten in dem Zusammenhang (nota bene: der geplante Kauf eines Fahrrads!) &#252;ber das kategorische Denken Kants, unser diesbez&#252;glich westliches kantsche Erbe und waren irgendwann bei Amos Oz angelangt: </p>
<blockquote><p>Wo jemand recht hat, werden im n&#228;chsten Jahr keine Blumen bl&#252;hen</p></blockquote>
<p> sowie bei der Erkenntnis, dass extreme Positionen ohnehin die Gefahr der Intoleranz in sich bergen (zumindest auf politischer Ebene) und dass kategorische Entscheidungen (also im gegenst&#228;ndlichen sehr simplen Fall &#8220;Rennrad&#8221; oder &#8220;Mountainbike&#8221;) nicht unbedingt schlecht sein m&#252;ssen, aber m&#246;gicherweise umschlagen k&#246;nnten von lebensf&#246;rderlich in lebensfeindlich.</p>
<p>Schlie&#223;lich einigten wir uns darauf, dass kategorische Entscheidungen letztlich vielleicht sogar eher lebensfeindlich sind, w&#228;hrend der meist als schwamming, unentschieden und als nicht entscheidungsfreudig denunzierte Mittelweg vielleicht der eigentlich lebensf&#246;rderliche ist?</p>
<p>Der langen Rede kurzer Sinn: Ich kaufte kurz darauf ein Cross-Rad (und von sportlicher Zukunft, auf welchem Rad auch immer, kann aus heutiger Sicht gar keine Rede sein).</p>
<p><img class="centered" src="/bilder/rad.jpg" width="350" height="263" alt="Der 'goldene Mittelweg'" /></p>
<p class="centered">Mein &#8220;goldener Mittelweg&#8221;</p>
<p>&#8230; to be continued &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Multitasking – Euphemie f&#252;r Burnout</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2011/01/11/multitasking-euphemie-fuer-burnout/</link>
		<comments>http://www.typhaeus.at/2011/01/11/multitasking-euphemie-fuer-burnout/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 12:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Geneigte Leserinnen und Leser dieses Blogs, des Blogs meiner pelzigen Freunde oder auch meines dienstlichen Blogs kennen Carmen. Sie ist mittlerweile 5 Jahre alt und stolz darauf, vor allem weil sie nicht nur endlich in die &#8220;gro&#223;e&#8221; Gruppe im Kindergarten geht, sondern auch schon freudig (wie bemerkenswert!) der Schule entgegenfiebert. Carmen schreibt f&#252;r Oma nette [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geneigte Leserinnen und Leser <a href="http://www.typhaeus.at/2010/11/11/gedicht-statt-gans/" title="Interner Link zum Beitrag 'Gedicht statt Gans'">dieses Blogs</a>, des <a href="http://www.paris-und-belami.at/2010/05/29/2-jahre-und-kein-bisschen-weise/" title="Externer Link zu 'paris-und-belami.at...'">Blogs meiner pelzigen Freunde</a> oder auch meines <a href="http://www.ojm.at/blog/2010/08/18/bis-120/" title="Externer Link zu 'ojm.at/blog...'">dienstlichen Blogs</a> kennen Carmen. Sie ist mittlerweile 5 Jahre alt und stolz darauf, vor allem weil sie nicht nur endlich in die &#8220;gro&#223;e&#8221; Gruppe im Kindergarten geht, sondern auch schon freudig (<em>wie bemerkenswert!</em>) der Schule entgegenfiebert.</p>
<p>Carmen schreibt f&#252;r Oma nette Briefe, z&#228;hlt von 10 zur&#252;ck und bis 100 nach vorne, kennt alle Buchstaben und kann das ABC fehlerlos aufsagen, zeichnet gerne, gut und viel, singt und tanzt leidenschaftlich, spricht viel und laut und vor allem aber auch verst&#228;ndlich, hat eine sehr schnelle Auffassungsgabe und ist schon ein wenig eitel (<em>Prinzessin</em>), quicklebendig und sportlich.  </p>
<p>Und vor allem: Carmen ist sehr gesellig und freundlich, (fast) immer sehr lustig und sehr fr&#246;hlich und sie tut (wohl nicht nur) mir sehr gut, wenn sie auftaucht in Zeiten, in denen meinereiner weniger gut drauf ist.<br />
F&#252;r unseren Zusammenhang noch wichtig scheint mir, dass sich Carmen hingebungsvoll auf eine T&#228;tigkeit, n&#228;mlich auf jene, die sie gerade aus&#252;bt, konzentrieren kann.</p>
<p>Ein Beitrag auf orf.at <a href="http://orf.at/stories/2023457/2023412/" title="Externer Link zu 'orf.at...'">&#8220;Multitasking &#8211; Die L&#252;ge vom schnellen Arbeiten&#8221;</a> heute erinnert mich an eine Geschichte, die sich so vor einigen Wochen zutrug. In den Kindergarten kam eine Dame, die die Kleinen auf ihre motorische F&#228;higkeiten hin testete (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Motoriktest_f%C3%BCr_vier-_bis_sechsj%C3%A4hrige_Kinder" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Motoriktest</a>). Nur sehr wenige Kinder, n&#228;mlich drei, bestanden den Test nicht und sollen nun eine F&#246;rderstunde besuchen. Darunter Carmen! </p>
<p>Die &#8220;Diagnose&#8221; lautete &#8220;<strong>neurologisch unreif</strong>&#8220;, was selbstverst&#228;ndlich Carmen-Mama zun&#228;chst schockte. Bemerkenswert f&#252;r mich aber vor allem auch die weitere Begr&#252;ndung: Carmen h&#228;tte n&#228;mlich einige motorische Defizite, die sie hindern, die f&#252;r ihr sp&#228;teres Leben so notwendige <strong>Multitaskingf&#228;higkeit</strong> entsprechend zu entwickeln! </p>
<p>(Carmen kann n&#228;mlich nicht gleichzeitig mit einer Hand am Bauch Kreise ziehen und mit der anderen auf ihren Kopf ohne Kreise zu ziehen klopfen! Das hei&#223;t, sie kann es, aber halt nur langsam [<em>geht mir &#252;brigens nicht viel anders</em>]). </p>
<p>Carmen, die nach einem Bruch von Speiche und Elle und einem Gips bis zur Schulter schon am zweiten Tag keinerlei motorische Einschr&#228;nkungen erkennen lie&#223;, sonderm im Gegenteil, mit akrobatischen Einlagen <abbr>u.a.</abbr> im Kaffeehaus den Adrenalinspiegel ihrer Eltern in die H&#246;he trieb &#8230;</p>
<div id="mittig2">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[050709]" title="Carmen mit ihrem Freund Bel Ami beim Fotoshooting, Ende August 2009" href="/bilder/models07GR.jpg"><img src="/bilder/models07.jpg" width="150" height="227" alt="Carmen mit ihrem Freund Bel Ami beim Fotoshooting, Ende August 2009" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[050709]" title="Carmen, kurz nach dem Aufwachen im Spital mit Gips im Mai 2010" href="/bilder/gipsGR.jpg"><img src="/bilder/gips.jpg" width="150" height="150" alt="Carmen, kurz nach dem Aufwachen im Spital mit Gips im Mai 2010" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
<p><acronym>PS</acronym>: Bald steht Carmen auch noch ein Aufnahmetest f&#252;r die Schule ins Haus &#8230; weil sie das Pech hat, Ende Juni geboren zu sein.</p>
<p><em><acronym>PPS</acronym>: Die Formulierung des <abbr>m.E.</abbr> so treffenden Beitragstitels verdanke ich meinem Kollegen und Freund Christopher Meiller.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pinocchio</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/11/16/pinocchio/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 15:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r die wirklich sehr nette Facebook-Aktion, n&#228;mlich f&#252;r einige Tage die eigenen Avatare durch Bilder (Comics) aus der Kindheit zu ersetzen, musste ich nicht lange nachdenken. Es gibt viele Figuren, an die ich mich gerne erinnere, aber keine hat so nachhaltigen Eindruck in mir hinterlassen wie jene von Pinocchio. Meine Patentante Pina war aus Italien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r die wirklich sehr nette Facebook-Aktion, n&#228;mlich f&#252;r einige Tage die eigenen Avatare durch Bilder (Comics) aus der Kindheit zu ersetzen, musste ich nicht lange nachdenken.</p>
<p>Es gibt viele Figuren, an die ich mich gerne erinnere, aber keine hat so nachhaltigen Eindruck in mir hinterlassen wie jene von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pinocchio" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Pinocchio</a>.</p>
<p>Meine Patentante Pina war aus Italien und lebte in Nepael. Mindestens zweimal im Jahr kam sie nach &#214;sterreich, um uns zu besuchen. Ich erinnere mich noch gut, dass wir damals von Wiener Neustadt mit dem Zug (wir hatten noch kein Auto) auf den Semmering fuhren, da der Schnellzug aus Italien (noch) nicht in Wiener Neustadt hielt! Dort wartete wir auf den Zug mit den vielen Waggons, ganz besonders aber auf den blauen. Tante Pina reiste immer im Schlafwagen. Wir standen immer oben auf der Stra&#223;e und blickten nach unten zu den Schienen und zum Tunnel, aus dem der sehns&#252;chtig erwartete Zug bald auftauchen sollte. Nach st&#252;rmischen s&#252;ditalienischen Begr&#252;&#223;ungszeremonien stiegen wir am Semmering dann um in einen Bummelzug und kehrten  nach Wiener Neustadt zur&#252;ck, wo wir Kinder es kaum erwarten konnten, die vielen und bunten Geschenke aus Italien in Empfang zu nehmen. </p>
<p>Tante Pina brachte neben Spielsachen vor allem immer topmodische (heute w&#252;rden wir wohl &#8220;coole&#8221; sagen) italienische Kleidungsst&#252;cke f&#252;r uns mit, deren Sch&#246;nheit ich erst heute zu sch&#228;tzen wei&#223;. Denn damals, im Kindergarten und in den ersten Schuljahren, war es mir ein wenig peinlich, mit diesen f&#252;r unsere Breitengrade sehr hippen K&#228;ppchen, Schals, Handschuhen usw. herumzulaufen. Obwohl ich sie zu Hause gar nicht ausziehen wollte, weil sie mir doch so gefielen. Und heute tut mir dieses mein Verhalten von damals sehr leid. </p>
<p>Einmal brachte mir Tante Pina auch ein Buch mit: Eine Pinocchioausgabe f&#252;r die Kleinsten, und zwar auf Italienisch. Da uns Kindern die Tante immer wieder &#8211; durchaus nicht ganz erfolglos &#8211; versuchte,  italienische Worte beizubringen, machte es auch ungeheuren Spa&#223;, Pinocchio auf Italienisch zu &#8220;lesen&#8221;. Leider etwas, das ich heute nicht mehr problemlos hinkriege.</p>
<p>Es war nicht nur das Buch, das sich tief in mein Ged&#228;chtnis gebrannt hat, sondern es war auch eine sehr kleine h&#246;lzerne Figur, die mir die Tante mitbrachte:<br />
Pinocchio stand mit seinen d&#252;rren h&#246;lzernen Beinchen auf einer kleinen Plattform, die man von unten dr&#252;cken konnte, worauf sich Pinocchio begann in  alle Richtungen zu verbiegen und zu bewegen. Die tollsten Verbeugungen und Verrenkungen konnten so mit ein wenig Geschick produziert werden. Und ich dr&#252;ckte stundenlang.</p>
<p>Diese Figur habe ich leider nicht mehr und doch erinnere ich mich bis ins kleinste Detail an ihr  Aussehen: Die rote lange Nase, die dunkelgr&#252;ne &#8220;giacchetta&#8221; und die sch&#246;n lackierten Gliedma&#223;en.  </p>
<p><a rel="lightbox[161110]" title="Pinocchio trifft im Inneren des Haifisches seinen Vater Geppetto" href="http://www.typhaeus.at/bilder/pinocchio2GR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/pinocchio2.jpg" width="350" height="515" alt="Pinocchio trifft im Inneren des Haifisches seinen Vater Geppetto" /></a><br />
<em>Aus: Carlo Collodi, Pinocchio. Erz&#228;hlt von Kristina Franke. Mit Bildern von Kestutis Kasparavicius, M&#252;nster 2005</em>
</p>
<p>Es soll nicht piet&#228;tlos sein, wenn ich gestehe, dass ich sogar heute noch nicht umhin kann, jedes Mal kurz an Pinocchio und seinen Vater Geppetto zu denken, wenn ich die biblische Geschichte des Jona lese ;)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gedicht statt Gans</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/11/11/gedicht-statt-gans/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 09:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil mir die armen G&#228;nse so leid tun, gibts heute statt eines fetten G&#228;nsebratens ein Gedicht: PS: Der Heilige Martin von Tours ist der Schutzpatron des Burgenlandes, und zwar mit Dekret der Ritenkongregation des Heiligen Stuhls vom 10. Dezember 1924. Zu seinen Ehren ist der 11. November heute der burgenl&#228;ndische Landesfeiertag. In Eisenstadt, der Hauptstadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil mir die armen G&#228;nse so leid tun, gibts heute statt eines fetten G&#228;nsebratens ein Gedicht:</p>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:211px" data="http://www.youtube.com/v/KkmApT3eLyE?fs=1&amp;hl=de_DE"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KkmApT3eLyE?fs=1&amp;hl=de_DE" /></object>
</div>
<p><acronym>PS</acronym>: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_von_Tours" title="Externer Link zu 'wikipedia.org...'">Heilige Martin von Tours</a> ist der Schutzpatron des Burgenlandes, und zwar mit Dekret der Ritenkongregation des Heiligen Stuhls vom 10. Dezember 1924. Zu seinen Ehren ist der 11. November heute der burgenl&#228;ndische Landesfeiertag.<br />
In Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlandes, besucht Carmen, 5 Jahre, begeistert den Kindergarten.<br />
Und nein, Carmen kennt zwar schon alle Buchstaben, kann aber noch nicht lesen ;)</p>
<p><acronym>PPS</acronym>: <a href="http://www.burgenland.at/media/file/202_Landespatron.pdf" title="Externer Link zu 'burbenland.at...'">Mehr &#252;ber die katholische Volksfr&#246;mmigkeit und den Landespatron des Burgenlandes</a> (pdf-Datei, 13 KB)</p>
<p>An dieser Stelle ist es allerdings wichtig anzumerken, dass der Heilige Martin keineswegs im Jahr 316 geboren ist (wie sowohl im obzitierten Artikel, in der popul&#228;rwissenschaftlichen Literatur als auch im Web, sogar auf <a href="http://typhaeus.at/s/martin2" title="Externer Link zu 'martinus.at...'">martinus.at</a>, etwa  immer wieder lesen!), sondern <strong>dass Martinus in Savaria (Sabaria-Szombathely-Steinamanger) im Jahr 336 geboren wurde</strong>!<br />
Ich verdanke diese Information einer sehr gr&#252;ndlichen wissenschaftlichen Arbeit des ehemaligen Landesarch&#228;ologen des Burgenlandes, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Kaus" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'"><abbr>Dr.</abbr> Karl Kaus</a>, dem ich f&#252;r die Zuverf&#252;gungstellung seines Artikels herzlich danke!<br />
Kaus weist in seiner Arbeit darauf hin, dass der Grund f&#252;r </p>
<blockquote><p>diese erstaunliche Vielfalt an Daten mit 16 verschiedenen Geburtsjahren [...] darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren [ist], dass f&#252;r den antiken Martinusbiographen Sulpicius Severus nicht n&#252;chterne Zahlen, sondern die &#220;berlieferung der Worte, Wundertaten und der heiligm&#228;&#223;ige Lebenswandel des Martinus im Vordergrund standen &#8230;<br />
Sulpicius verwendete in seinem Werk aber keine einzige absolute Jahresangabe, sondern f&#252;hrte bei verschiedenen Ereignissen im Leben des Martin immer nur dessen jeweiliges Lebensalter an &#8230;</p></blockquote>
<p>Folgende Textstelle ist f&#252;r Kaus der Schl&#252;ssel f&#252;r die absolute Chronologie im Lebenslauf des Martinus:</p>
<blockquote><p>Interea inruentibus intra Gallias barbaris Iulianus Caesar coacto in unum exercitu apud Vangionum civitatem donativum coepit erogare militibus, et, ut est consuetudinis, singuli citabantur, donec ad Martinum ventum est. Tum vero opportunum tempus existimans, quo peteret missionem &#8230;<br />
Inzwischen waren die Barbaren in Gallien eingefallen und Kronprinz Iulian zog vor der Hauptstadt der Vangionen sein Heer zusammen und begann eine Geldspende an seine Soldaten zu verteilen. Dabei wurden sie wie &#252;blich einzeln aufgerufen, schlie&#223;lich war auch Martin an der Reihe. Er hielt diesen Zeitpunkt f&#252;r g&#252;nstig, um seine Entlassung vom Milit&#228;r zu erbitten &#8230;</p></blockquote>
<p>Der Zeitpunkt des Geschehens ist aus der r&#246;mischen Geschichtsschreibung genau bekannt:</p>
<blockquote><p> Am 6. November 355 ernannte Kaiser Flavius Claudius Constantius II. seinen Vetter Flavius Claudius Iulianus, sp&#228;ter &#8220;Apostata&#8221; genannt, zum Caesar (Kronprinz) des Westens, verheiratete ihn mit seiner Schwester Helena und schickte ihn mit einer Leibgarde von 360 Mann Anfang Dezember 355 nach Gallien. Im Jahr 356 zog Iulian bei Borgetomagus, der Hauptstadt der Vangionen , heute Worms am Rhein, sein Heer zusammen um gemeinsam mit Constantius die Alamannen anzugreifen.  Vor dem Beginn der Kampfhandlungen im August 356 verteilte Iulian pers&#246;nlich eine zus&#228;tzliche Geldpr&#228;mie an seine Gardesoldaten um sie noch enger an sich zu binden. Diese Gelegenheit nahm Martinus wahr, um seinen Abschied vom Milit&#228;r zu erlangen, den er auch erhielt.<br />
Entsprechend der verl&#228;sslichen Angaben des Sulpicius Severus war Martinus zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt. Sein Geburtsjahr muss daher das Jahr 336 gewesen sein.
</p></blockquote>
<p><cite>Zitiert aus: <a href="http://www.oedenburgerland.de/index.php/aus-der-pforte/713-martin-von-tours" title="Externer Link zu 'oedenburgerland.de...'">Karl Kaus, Das Geburtsjahr des Heiligen Martin von Tours. Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft?</a></cite></p>
<p><a rel="lightbox[111110]" title="Simone Martini: Martin teilt seinen Mantel, um 1321" href="http://www.typhaeus.at/bilder/martinGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/martin.jpg" width="350" height="409" alt="Simone Martini: Martin teilt seinen Mantel, um 1321" /></a><br />
<em>Simone Martini: Martin teilt seinen Mantel, um 1321, Fresko in der Unterkirche der Basilika di San Francesco, Assisi, <a href="http://www.heiligenlexikon.de/Gemeinfreiheit.html" title="Externer Link zu 'heiligenlexikon.de...'">&copy;</a> </em>
</p>
<p><acronym>PPPS</acronym>: Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengr&#252;nden nicht den ganzen Winter hindurch gef&#252;ttert werden konnte: dazu geh&#246;rten die G&#228;nse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem gro&#223;en Fasten im Advent, G&#228;nsebraten zu essen (Zitat aus <a href="http://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Martin_von_Tours.htm" title="Externer Link">heiligenlexikon.de</a>). In &#214;sterreich werden j&#228;hrlich um diese Zeit <a href="http://burgenland.orf.at/stories/480277/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at...'">350.000 G&#228;nse geschlachtet </a> (und das Burgenland sicher ganz vorne mit dabei) :-(<br />
Nur am Rande sei erw&#228;hnt: Am 11. November um 11 Uhr wird auch der<a href="http://burgenland.orf.at/stories/480751/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at...'"> Fasching ausgegraben</a> und ab heute darf auch &#8220;Prost&#8221; gesagt werden, da im ganzen Land der Jungwein geweiht wird.</p>
<p><acronym>PPPPS</acronym>: Ich bezweifle jedenfalls, dass (der heilige) Martin die schnatternden G&#228;nse, die ihn verraten haben und derentwegen er dann doch das Bischofsamt in Tours annehmen musste, hingeschlachtet hat &#8230; Und &#252;brigens, nat&#252;rlich ohne jeden aktuellen und regionalen Bezug ;): Martin wurde vom Volk zum Bischof gew&#228;hlt!</p>
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		<title>High tech</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/10/19/high-tech/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 13:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#246;chste Zeit f&#252;r mich, auch endlich technisch entsprechend aufzur&#252;sten! Sogar ich, grunds&#228;tzlich eher puristisch und nicht zwanghaft jedem neuen Trend nachhechelnd, konnte (und wollte) mich der modernen Technik nun doch nicht mehr verschlie&#223;en: Angesagt waren optimale Schnelligkeit, &#228;sthetische Ergebnisse und vor allem verletzungsfreies Handling, kurzum: mehr Lebensqualit&#228;t! Das Geheimnis sei also gel&#252;ftet &#8230; ja, auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#246;chste Zeit f&#252;r mich, auch endlich technisch entsprechend aufzur&#252;sten!<br />
Sogar ich, grunds&#228;tzlich eher puristisch und nicht zwanghaft jedem neuen Trend nachhechelnd, konnte (und wollte) mich der modernen Technik nun doch nicht mehr verschlie&#223;en: </p>
<p>Angesagt waren optimale Schnelligkeit, &#228;sthetische Ergebnisse und vor allem verletzungsfreies <span lang="en" xml:lang="en">Handling</span>, kurzum: mehr Lebensqualit&#228;t!</p>
<p>Das Geheimnis sei also gel&#252;ftet &#8230;<br />
<span id="more-114"></span></p>
<p> ja, auch ich darf nun endlich einen Ananasschneider mein eigen nennen: ;)</p>
<div id="mittig2">
<ul id="bildchen">
<li><a rel="lightbox[191010]" title="Meine neue Errungenschaft" href="/bilder/ananas1GR.jpg"><img src="/bilder/ananas1.jpg" width="150" height="150" alt="Ananas und Ananasschneider" /></a></li>
<li><a rel="lightbox[191010]" title="Das doch &#228;sthetische Ergebnis (und keine blutenden Finger mehr)" href="/bilder/ananas2GR.jpg"><img src="/bilder/ananas2.jpg" width="150" height="150" alt="Die in Scheiben geschnittene Ananas" /></a></li>
</ul>
</div>
<p><br class="clear" /></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>H2O</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/10/09/h2o/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 16:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.typhaeus.at/?p=111</guid>
		<description><![CDATA[Mit Ausnahme von Friedens- und vor allem Literaturnobelpreisen geht die Verleihung der Nobelpreise j&#228;hrlich ziemlich spurlos an mir vor&#252;ber. Nur heuer holte mich ausgerechnet nach der Verleihung des Nobelpreises f&#252;r Chemie &#8211; ich gratuliere aufrichtig den drei Preistr&#228;gern &#8211; die Vergangenheit heim: Denn das Unterrichtsfach Chemie geh&#246;rte zu jenen F&#228;chern in der Schule, das mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Ausnahme von Friedens- und vor allem Literaturnobelpreisen geht die Verleihung der Nobelpreise j&#228;hrlich ziemlich spurlos an mir vor&#252;ber. Nur heuer holte mich ausgerechnet nach der Verleihung des Nobelpreises f&#252;r Chemie &#8211; ich gratuliere aufrichtig den <a href="http://nobelprize.org/nobel_prizes/chemistry/laureates/2010/" title="Externer Link zu 'nobelprize.org...'">drei Preistr&#228;gern</a> &#8211; die Vergangenheit heim:</p>
<p>Denn das Unterrichtsfach Chemie geh&#246;rte zu jenen F&#228;chern in der Schule, das mich nicht nur so gut wie gar nicht interessierte, sondern in dem ich auch herzlich wenig zu verstehen vermochte. Soll ehrlicher formuliert werden: Ich hatte keine Ahnung von Chemie! Dabei sch&#228;tzte ich meinen etwas antiquiert wirkenden &#8211; <em>und das lag nicht nur an seinem sch&#246;nen Vornamen &#8220;Anatol&#8221;</em> &#8211; aber durchaus ulkigen Professor doch sehr.</p>
<p>Die genauen Gr&#252;nde wei&#223; ich leider nicht mehr, war es die Maturaordnung, die mich dazu zwang, oder ein Anflug von Wahnsinn meinerseits, &#8211; ich nannte Chemie als Pr&#252;fungsfach f&#252;r die Matura.</p>
<p>Die Pr&#252;fung &#8211; dar&#252;ber sei der Mantel des Schweigens gebreitet &#8211; quittierte mein Professor mit den Worten: &#8220;Sie bekommen eine positive Note&#8221;, allerdings nicht ohne hinzuzuf&#252;gen &#8220;&#8230; wenn Sie mir versprechen, in Ihrem zuk&#252;nftigen Leben weder Chemie zu studieren noch nach einem Beruf, der mit Chemie zu tun hat, zu streben &#8230;&#8221;.</p>
<p>Wir haben beide unsere Versprechen gehalten (wenn auch ich wahrscheinlich leichteren Herzens als er)!</p>
<p>PS: Dar&#252;ber hinaus assoziiere ich heute mit dem Fach Chemie blo&#223;, dass H<sub>2</sub>O die chemische Summenformel <em>(diesen terminuns technicus hab ich jetzt nachgeschlagen!)</em> f&#252;r Wasser ist und Marie Curie 1911 den Nobelpreis bekam &#8230; na immerhin ;)</p>
<p><img class="centered" src="/bilder/wasser.png" width="350" height="214" alt="Wasserstoffbr&#252;cken, Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wasser" /></p>
<p><cite>mir nach wie vor oder noch immer ein R&#228;tsel: Wasserstoffbr&#252;cken, Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wasser" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Wikipedia</a></cite></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Terrorist</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/08/19/der-terrorist/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 11:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen pilgerte ich ins Rathaus zu Eisenstadt um mich bei einem netten Herrn, der dort arbeitet, zu bedanken. Dieser war n&#228;mlich, einige Sekunden nach meinem kleinen Radunfall vor knapp drei Wochen an einem Sonntag Morgen jenem Autofahrer gefolgt, der mich im Kreisverkehr zuerst abgeschossen hatte und einfach weitergefahren ist. Beim Betreten des Rathauses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen pilgerte ich ins Rathaus zu Eisenstadt um mich bei einem netten Herrn, der dort arbeitet, zu bedanken. Dieser war n&#228;mlich, einige Sekunden nach meinem kleinen Radunfall vor knapp drei  Wochen an einem Sonntag Morgen jenem Autofahrer gefolgt, der mich im Kreisverkehr zuerst abgeschossen hatte und einfach weitergefahren ist. </p>
<p>Beim Betreten des Rathauses traf ich einen lieben, &#228;lteren Freund, der sich freute mich zu sehen, mich nach meinem Befinden fragte und ob ich meinen Sommer auch angenehm verbringe. </p>
<p>Und so erz&#228;hlte ich ihm meine missliche Geschichte und dass ich halt doch ziemlich traurig bin, weil mein erst 10 Tage altes, neues Rad kaputt sei und ich den Sommer jetzt nicht so wie geplant (sportlich) n&#252;tzen k&#246;nne &#8230;</p>
<p>Und mein lieber Freund h&#246;rte sich die Geschichte aufmerksam an und statt mich zu bedauern, kommentierte er sie dann mit der doch etwas erstaunlichen Antwort:</p>
<blockquote><p>Ja, ich wei&#223; das ja von Wien, die Radfahrer sind echte Terroristen!</p></blockquote>
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		<title>Wenn der Mensch denkt &#8230;</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/08/06/wenn-der-mensch-denkt/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 18:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ווען דער מענטש טראכט, גאט לאכט Wenn der Mensch tracht (denkt), Gott lacht. jiddisches Sprichwort]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p class="rechts">
<span class="hebr" dir="rtl">ווען דער מענטש טראכט, גאט לאכט</span></p>
<p>Wenn der Mensch tracht (denkt), Gott lacht.
</p></blockquote>
<p><cite>jiddisches Sprichwort</cite></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erich Kleiber</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 07:44:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen, vor 120 Jahren, am 05. August 1890, wurde Erich Kleiber in Wien geboren. &#8220;Wie kannst du mich fragen, ob ich noch &#214;sterreicher bin&#8221; hat er 1934 an seine Schwester geschrieben: &#8220;Nat&#252;rlich, man hat mich &#246;fters gefragt, sogar recht offiziell, ob ich mich nicht &#8216;preu&#223;isch&#8217; naturalisieren m&#246;chte &#8211; meine Antwort: &#8216;Da w&#252;rdet Ihr das Beste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, vor 120 Jahren, am 05. August 1890, wurde Erich Kleiber in Wien geboren.</p>
<blockquote><p>&#8220;Wie kannst du mich fragen, ob ich noch &#214;sterreicher bin&#8221; hat er 1934 an seine Schwester geschrieben: &#8220;Nat&#252;rlich, man hat mich &#246;fters gefragt, sogar recht offiziell, ob ich mich nicht &#8216;preu&#223;isch&#8217; naturalisieren m&#246;chte &#8211; meine Antwort: &#8216;Da w&#252;rdet Ihr das Beste an mir wegnehmen.&#8217; Das sind so bl&#246;dsinnige Fabeln &#252;ber mich, die von &#8216;wohlwollender Seite&#8217; bereitwilligst &#252;ber mich verbreitet werden, ebenso, dass ich Mitglied der NSDAP bin, woran ich niemals gedacht h&#228;tte &#8211; oder ebenso, wie gewisse Kreise in Wien und Berlin mich durchaus und unbedingt zum Juden machen wollten! Ha &#8211; Ha &#8211; Ha!!&#8221;
</p></blockquote>
<p><cite><a href="http://oe1.orf.at/programm/246887" title="Externer Link zu 'oe1.orf.at...'">http://oe1.orf.at/programm/246887</a></cite></p>
<p>Erich Kleiber, Johann Strauss Sohn, An der sch&#246;nen blauen Donau, 1932:</p>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:281px" data="http://www.youtube.com/v/PiF5glYvfcw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/PiF5glYvfcw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /></object>
</div>
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		<title>Coolness ist relativ</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/07/19/coolness-ist-relativ/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:24:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft. Zugegeben, der Satz klingt entscheidungsfreudiger, als es der Prozess, der dann schlussendlich zur Kaufentscheidung f&#252;hrte, war. Aber dazu vielleicht einmal ein eigener Beitrag. Und nein, mit sportlichen Ambitionen hat der Kauf auch wenig zu tun, angesagt sind blo&#223; etwas mehr Bewegung und Abnehmen &#8230; Und so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft. Zugegeben, der Satz klingt entscheidungsfreudiger, als es der Prozess, der dann schlussendlich zur Kaufentscheidung f&#252;hrte, war. Aber dazu vielleicht einmal ein eigener Beitrag.<br />
Und nein, mit sportlichen Ambitionen hat der Kauf auch wenig zu tun, angesagt sind blo&#223; etwas mehr Bewegung und Abnehmen &#8230;</p>
<p>Und so sattelte ich heute Vormittag mein neues Rad und nahm mir eine kleine Runde in der Gegend, &#246;stlich von Eisenstadt, vor. Rad, Helm, Sonnenbrillen &#8211; sah alles ziemlich cool aus, dachte ich zumindest.</p>
<p>Fuhr also los, f&#252;hrte Selbstgespr&#228;che, tr&#228;umte vor mich hin, genoss das Panorama sehr, die Bergaufstrecken weniger, und befand mich nach etwa 45 Minuten pl&#246;tzlich irgendwo in der Puszta. Keine Beschilderung, keine Menschen, nix. Just in dem Moment, als sich leichte Verzweiflung in mir und bei&#223;ende M&#252;digkeit in meinen Oberschenkelmuskeln breit zu machen begannen, tauchten eine &#228;ltere Dame und ihr Enkel (<em>meine Interpretation</em>) auf. Beide auf R&#228;dern, beide sorgf&#228;ltig behelmt, beide ziemlich cool.</p>
<p>Die nette Dame erkl&#228;rte mir auf meine Frage, wohin denn dieser Weg f&#252;hrt, sehr freundlich, dass dieser nach nirgendwo f&#252;hrt und ich ziemlich viele Kilometer zur&#252;ckfahren m&#252;sse, um wieder auf meine geplante Route zu kommen.</p>
<p>Ich bedankte mich artig, drehte also um und h&#246;rte beim Losfahren gerade noch, wie die Dame ihrem Enkel die Situation erkl&#228;rte: </p>
<blockquote><p>Schau Basti, der Opa hat sich verfahren und muss jetzt zur&#252;ckfahren.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>I bin der, der was &#8230;</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/07/15/i-bin-der-der-was/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 15:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. Juli vor 120 Jahren wurde Anton Kuh geboren. Beim Verlassen eines Hotels, in dem man gewohnt, eines Lokals, in dem man geweilt hat, schiebt sich nach der Abfertigung der verschiedenen Personen, die einem Aufmerksamkeiten erwiesen haben und demgem&#228;&#223; honoriert werden wollen, immer ein Unbekannter n&#228;her und raunt einem etwas dicht an&#8217;s Ohr. Fragt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. Juli vor 120 Jahren wurde <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Kuh" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Anton Kuh</a> geboren.</p>
<p><a rel="lightbox[150710]" title="Anton Kuh (Cover: Anton Kuh, Zeitgeist im Literatur-Caf&eacute;, Wien 1983)" href="http://www.typhaeus.at/bilder/antonkuhGR.jpg"><img class="centered" src="http://www.typhaeus.at/bilder/antonkuh.jpg" width="250" height="250" alt="Anton Kuh, Bildquelle: Cover: Anton Kuh, Zeitgeist im Literatur-Caf&eacute;" /></a></p>
<blockquote><p>Beim Verlassen eines Hotels, in dem man gewohnt, eines Lokals, in dem man geweilt hat, schiebt sich nach der Abfertigung der verschiedenen Personen, die einem Aufmerksamkeiten erwiesen haben und demgem&#228;&#223; honoriert werden wollen, immer ein Unbekannter n&#228;her und raunt einem etwas dicht an&#8217;s Ohr. Fragt man ihn ungeduldig, was denn los sei, so wiederholt er die Anfangsworte eines Satzes: &#8220;I bin der, der was &#8230;&#8221; (Erg&#228;nze: &#8220;&#8230; das Auto geholt hat&#8221;; &#8230; &#8220;auf das Gep&#228;ck w&#228;hrend Ihrer Verhandlungen mit dem Portier Acht gegeben hat&#8221; <abbr>usw.</abbr>) Der, der was &#8211; ist der &#246;sterreichische Zwischenverdiener. Da das Land &#252;berwiegend aus Zwischenverdienern besteht, so wundere man sich nicht &#252;ber ihre Zahl &#8230;</p></blockquote>
<p><cite>Anton Kuh, Zeitgeist im Literatur-Caf&eacute;. Feuilletons, Essays und Publizistik, Wien 1983, 82.</cite></p>
<p>In der Volksschule mussten wir 10 Groschen in eine Klassenkasse zahlen, wenn wir &#8220;der, der was &#8230; oder die, die was &#8230; oder das, das was &#8230; &#8221; sagten.</p>
<p>Ich habe meine Volksschullehrerin allerdings untersch&#228;tzt, weil ich dachte, sie wollte uns nur richtiges Deutsch beibringen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Skybird</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/06/27/skybird/</link>
		<comments>http://www.typhaeus.at/2010/06/27/skybird/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 07:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r meine gestern so fr&#252;h verstorbene Schwester Gertrud]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r meine gestern so fr&#252;h verstorbene Schwester Gertrud</p>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:281px" data="http://www.youtube.com/v/RGh8IpBg4wY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RGh8IpBg4wY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Bin i deppert</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/06/07/bin-i-deppert/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 18:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sog moi, bin i deppert, in einer depperten Welt bin i damisch in mein Hirn, sagt mir keiner, was mir fehlt? Sog moi, bin i schizophren, hots mir des Hirn varrissn, bin i superschlau, oder wer&#8217; i nur beschissen? Stimmt denn mein Bewu&#223;tsein, oder ist es zwiegespalten? Bin i krank, oder bin ich vergiftet wordn, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Sog moi, bin i deppert,<br />
in einer depperten Welt<br />
bin i damisch in mein Hirn,<br />
sagt mir keiner, was mir fehlt?</p>
<p>Sog moi, bin i schizophren,<br />
hots mir des Hirn varrissn,<br />
bin i superschlau,<br />
oder wer&#8217; i nur beschissen?</p>
<p>Stimmt denn mein Bewu&#223;tsein,<br />
oder ist es zwiegespalten?<br />
Bin i krank, oder bin ich vergiftet wordn,<br />
vielleicht von meiner Alten?</p>
<p>Mein Buckel ist krumm, mein Schritt ist schlurf,<br />
wos ist des f&#252;r a Figur?<br />
Geh&#246;re ich in die Politik<br />
oder mehr in die Kultur?</p>
<p>Neben mir sitzt wer mit an blauen Gsicht,<br />
sauft Bier und manchmoi singt er,<br />
er kriegt Befehle aus dem All,<br />
stimmt des oder spinnt der?<br />
Er sogt, er hot den Hitler gsehng, doch er sogt mir net den Ort,<br />
au&#223;er wenn i eahm auf drei, vier Rundn Schnaps einlod.</p>
<p>Sog, wos hob i f&#252;r a Gsicht,<br />
des is ja vogelwuid,<br />
doch do konn i nix daf&#252;r,<br />
do is mei Zahnarzt schuid.</p>
<p>Aber heute, da ist Frohsinn Trumpf, deutsch ist der Humor,<br />
trinken Sie und lachen Sie, dann krieg&#8217;n sie kein&#8217; Tumor.</p>
<p>Aber heute, da ist Frohsinn Trumpf, Am&#252;s&#8217;ment ist Pflicht,<br />
auch wenn Sie sich beschissen f&#252;hlen, zeigen Sie es nicht.
</p></blockquote>
<div class="centeredO">
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</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Fragen eines lesenden Arbeiters</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/05/31/fragen-eines-lesenden-arbeiters/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 19:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; so viele Berichte, so viele Fragen &#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8230; so viele Berichte,<br />
so viele Fragen &#8230;
</p></blockquote>
<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:281px" data="http://www.youtube.com/v/4GSkP53j51Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4GSkP53j51Y&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
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		</item>
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