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		<title>Religion</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 20:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines Tages fragten einige Theologen Nasreddin, ob er die Mitglieder anderer Religionen verachte. Nasreddin fragte, warum er dies tun soll. Er f&#252;gte hinzu, dass Gott sich den Luxus erlauben d&#252;rfe, unter verschiedenen Namen und in verschiedenen menschlichen Vorstellungen zu erscheinen. Deshalb sei das Bild, welches sich die Menschen von Gott machten, immer ein pers&#246;nliches Bild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Eines Tages fragten einige Theologen Nasreddin, ob er die Mitglieder anderer Religionen verachte. Nasreddin fragte, warum er dies tun soll. Er f&#252;gte hinzu, dass Gott sich den Luxus erlauben d&#252;rfe, unter verschiedenen Namen und in verschiedenen menschlichen Vorstellungen zu erscheinen. Deshalb sei das Bild, welches sich die Menschen von Gott machten, immer ein pers&#246;nliches Bild und dies d&#252;rfe nicht verachtet werden. Da schwiegen die Theologen und manche denken bis zum heutigen Tag dar&#252;ber nach.</p></blockquote>
<p><cite>101. Geschichte von &#8220;Einhundertundeine Geschichte von Nasreddin Hodscha&#8221;, 2008</cite></p>
<p>Mehr &#252;ber <a href="http://www.chronologs.de/chrono/blog/der-islam/humor/2009-08-03/nasreddin-hodscha" title="Externer Link zu 'chronologs.de...'">Nasreddin Hodscha</a> auf dem h&#246;chst lesenswerten Blog von Hussein Hamdan!</p>
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		<title>Das trunkene Lied</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 19:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[


Gelesen von Fritz Stavenhagen
Das trunkene Lied
O Mensch! Gib acht!
Was spricht, die tiefe Mitternacht?
&#8220;Ich schlief, ich schlief -,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh -,
Lust &#8211; tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit -,
- Will tiefe, tiefe Ewigkeit!&#8221;
Friedrich Nietsche;
zum Beitrag inspiriert von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="centeredO">
<object type="application/x-shockwave-flash" style="width:350px; height:283px" data="http://www.youtube.com/v/WaBdXiuCJdY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WaBdXiuCJdY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" /></object>
</div>
<p><cite>Gelesen von Fritz Stavenhagen</cite></p>
<h3>Das trunkene Lied</h3>
<blockquote><p>O Mensch! Gib acht!<br />
Was spricht, die tiefe Mitternacht?<br />
&#8220;Ich schlief, ich schlief -,<br />
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -<br />
Die Welt ist tief,<br />
Und tiefer als der Tag gedacht.<br />
Tief ist ihr Weh -,<br />
Lust &#8211; tiefer noch als Herzeleid:<br />
Weh spricht: Vergeh!<br />
Doch alle Lust will Ewigkeit -,<br />
- Will tiefe, tiefe Ewigkeit!&#8221;</p></blockquote>
<p><cite>Friedrich Nietsche;<br />
zum Beitrag inspiriert von <a href="http://tiniaden.twoday.net/stories/friedrich-nietzsche-das-trunkene-lied/" title="Externer Link zu 'tiniaden.twoday.net...'">tiniaden</a>; danke!</cite></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tja</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/02/23/tja/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen Friseurtermin. Dauert bei mir 3, maximal 4 Minuten, keine Anmeldung, keine Wartezeit, Haarschneidemaschine Stufe 6 und fertig. Alle 4 Wochen, im Sommer alle 3 Wochen, ungef&#228;hr 11 Euro.
Friseurin:
Waren Sie auf B&#228;llen im Winter? (War weniger eine grunds&#228;tzliche Frage, sondern sie wollte wissen auf welchen ich war)
Ich: 
Nein, war ich nicht, auf keinem einzigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen Friseurtermin. Dauert bei mir 3, maximal 4 Minuten, keine Anmeldung, keine Wartezeit, Haarschneidemaschine Stufe 6 und fertig. Alle 4 Wochen, im Sommer alle 3 Wochen, ungef&#228;hr 11 Euro.</p>
<p>Friseurin:</p>
<blockquote><p>Waren Sie auf B&#228;llen im Winter? (War weniger eine grunds&#228;tzliche Frage, sondern sie wollte wissen auf welchen ich war)</p></blockquote>
<p>Ich: </p>
<blockquote><p>Nein, war ich nicht, auf keinem einzigen &#8230;</p></blockquote>
<p>Friseurin, verwundert und nach kurzer Pause:</p>
<blockquote><p>Aber Schifahren waren&#8217;s schon?</p></blockquote>
<p>Ich, fast entschuldigend:</p>
<blockquote><p>Nein, bin das letzte Mal in der Schulzeit gefahren und hab mich dann nicht mehr aufraffen k&#246;nnen dazu.</p></blockquote>
<p>Friseurin, leicht verst&#246;rt:</p>
<blockquote><p>Aber das Skifahren im Fernsehen schaun Sie sich schon an jetzt? (Sie meinte die <del datetime="2010-02-23T20:13:26+00:00">Olypmiade</del> olympischen Spiele)</p></blockquote>
<p>Ich, zugegeben etwas z&#246;gerlich:</p>
<blockquote><p>Nein, auch nicht, ist an mir bisher irgendwie spurlos vor&#252;bergegangen &#8230;</p></blockquote>
<p>Friseurin, sichtlich froh, dass die 3 Minuten um waren:</p>
<blockquote><p>Sagen&#8217;s, was machen Sie eigentlich?</p></blockquote>
<p>Tja &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schopenhauer</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/02/22/schopenhauer/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 19:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Morgen des 21. September 1860 bereitete Schopenhauers Haush&#228;lterin ihm das Fr&#252;hst&#252;ck zu, putzte die K&#252;che, &#246;ffnete die Fenster und lie&#223; Schopenhauer, der sich bereits kalt gewaschen hatte und jetzt in seinem Wohnzimmer, einem gro&#223;en, luftigen, einfach m&#246;blierten Raum, auf dem Sofa sa&#223; und las, allein &#8230; 
Kurze Zeit sp&#228;ter betrat sein Arzt, der regelm&#228;&#223;ig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Am Morgen des 21. September 1860 bereitete Schopenhauers Haush&#228;lterin ihm das Fr&#252;hst&#252;ck zu, putzte die K&#252;che, &#246;ffnete die Fenster und lie&#223; Schopenhauer, der sich bereits kalt gewaschen hatte und jetzt in seinem Wohnzimmer, einem gro&#223;en, luftigen, einfach m&#246;blierten Raum, auf dem Sofa sa&#223; und las, allein &#8230; </p>
<p>Kurze Zeit sp&#228;ter betrat sein Arzt, der regelm&#228;&#223;ig nach ihm schaute, den Raum und fand ihn dort in eine Sofaecke gelehnt vor. Ein Lungenschlag hatte seinem Leben ein schmerzloses Ende beschert. Sein Gesicht war nicht verzerrt und zeigte keine Anzeichen f&#252;r einen Todeskampf.</p>
<p>Seine Beisetzung an einem Regentag war unangenehmer als die meisten Beerdigungen, was an dem Gestank nach verwesendem Fleisch in der kleinen, geschlossenen Leichenhalle lag. Schopenhauer hatte explizit verf&#252;gt, sein Leichnam solle nicht sofort beerdigt, sondern mindestens f&#252;nf Tage lang auf dem Friedhof bleiben, bis die Verwesung einsetzte &#8211; vielleicht eine letzte Geste der Menschenfeindlichkeit oder aus Angst vor einem Scheintod. Bald war es in der Leichenhalle so stickig und die Luft so schlecht, dass einige der Versammelten den Raum verlassen mussten, w&#228;hrend &#8230; sein Testamentsvollstrecker, einen langen, schw&#252;lstigen Nachruf vortrug &#8230;</p>
<p>Schopenhauers Grab wurde mit einem schweren Stein aus belgischem Granit bedeckt. Auf Wunsch des Verstorbenen stand nur sein Name, Arthur Schopenhauer, darauf &#8211; &#8220;schlechterdings nichts weiter, kein Datum, noch Jahreszahl, gar nichts, keine Sylbe&#8221;.</p></blockquote>
<p><cite><span lang="en" xml:lang="en">Irvin D. Yalom</span>, Die Schopenhauer-Kur, 426<abbr>f</abbr></cite></p>
<p>Das einzige Buch &#252;brigens bisher, von dem ich nur jedes 2. oder 3. Kapitel, n&#228;mlich jene &#252;ber Schopenhauer, las &#8230;</p>
<p>Und noch ein Schmankerl (zum Weinen): eine Literatursendung mit hohem Anspruch (&#8220;Schoppenhauer&#8221;) (via <a href="http://twitter.com/tiniaden" title="Externer Link zum Twitteraccount von 'tiniaden'">@tiniaden</a>):</p>
<div class="centeredO">
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</div>
<p>Heute ist Artur Schopenhauers 222. Geburtstag.</p>
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		<title>Fr&#228;ulein</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/02/14/fraeulein/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 19:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern trat ein Fr&#228;ulein an mein Bette
Und behauptete, die M&#228;rchenfee zu sein,
Und sie fragte mich, ob ich drei W&#252;nsche h&#228;tte,
Und ich sagte, um sie reinzulegen: nein!
Werner Finck
Aus: Finckenschl&#228;ge, Ausgabe letzter Hand 1988, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung M&#252;nchen; Originaltitel: &#8220;Surrealistischer Vierzeiler&#8221;. 
Erstmals geh&#246;rt in der Vertonung von Johannes Maximilian M&#252;ller (Klavier und Gesang) auf der CD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gestern trat ein Fr&#228;ulein an mein Bette<br />
Und behauptete, die M&#228;rchenfee zu sein,<br />
Und sie fragte mich, ob ich drei W&#252;nsche h&#228;tte,<br />
Und ich sagte, um sie reinzulegen: nein!</p></blockquote>
<p><cite><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Finck" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org...'">Werner Finck</a><br />
Aus: Finckenschl&#228;ge, Ausgabe letzter Hand 1988, <abbr>F. A.</abbr> Herbig Verlagsbuchhandlung M&#252;nchen; Originaltitel: &#8220;Surrealistischer Vierzeiler&#8221;.</cite> </p>
<p>Erstmals geh&#246;rt in der Vertonung von Johannes Maximilian M&#252;ller (Klavier und Gesang) auf der <acronym>CD</acronym> &#8220;blau&#8221;. M&#252;ller, von dem auch der von mir hier verwendete Titel stammt, &#228;ndert die letzte Zeile zu &#8220;Und ich Koffer sagte, um sie reinzulegen: nein!&#8221; ;) Die <acronym>CD</acronym> kann ich w&#228;rmstens empfehlen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Freiheit</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/02/03/freiheit/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 18:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Notker Wolf, OSB, Abtprimas des Benediktinerordens, &#252;ber Freiheit.



via Reinhold-Maier-Stiftung, gefunden auf Freie Gedanken, danke Lukas Lehmann! 
Sie sind leider selten, die liberalen Denker in der Kirche &#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Notker_Wolf">Notker Wolf</a>, <acronym class="hilfe" lang="lt" xml:lang="lt" title="Ordo Sancti Benedicti">OSB</acronym>, Abtprimas des Benediktinerordens, &#252;ber Freiheit.</p>
<div class="centeredO">
<object width="350" height="263" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5364117&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5364117&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ffffff&amp;fullscreen=1" /></object>
</div>
<p><cite>via <a href="http://www.reinhold-maier-stiftung.de/wp/">Reinhold-Maier-Stiftung</a>, gefunden auf <a href="http://freiegedanken.info/freiheit-34">Freie Gedanken</a>, danke Lukas Lehmann! </cite></p>
<p>Sie sind leider selten, die liberalen Denker in der Kirche &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anziehungskraft</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/01/23/anziehungskraft/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 16:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedesmal, wenn ich zu einem Einkaufszentrum fahre, erinnere ich mich an die Worte von Otto Schenk, der in einem Interview einmal empfohlen hat, auf ein neues Auto einfach ein paar Mal mit dem Hammer zu schlagen, um sp&#228;ter etwaige Blessuren an des &#214;sterreichers &#8220;heiliger Kuh&#8221; seelisch leichter wegstecken zu k&#246;nnen &#8230; Die Worte h&#246;rt&#8217; ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedesmal, wenn ich zu einem Einkaufszentrum fahre, erinnere ich mich an die Worte von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schenk" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Otto_Schenk'">Otto Schenk</a>, der in einem <span lang="en" xml:lang="en">Interview</span> einmal empfohlen hat, auf ein neues Auto einfach ein paar Mal mit dem Hammer zu schlagen, um sp&#228;ter etwaige Blessuren an des &#214;sterreichers &#8220;heiliger Kuh&#8221; seelisch leichter wegstecken zu k&#246;nnen &#8230; Die Worte h&#246;rt&#8217; ich wohl, allein ich gebe mich weiter spie&#223;b&#252;rgerlich und suche immer einen Parkplatz, der folgenden beiden Anforderungen gen&#252;gen muss: </p>
<p><span id="more-52"></span></p>
<ol>
<li>Links, rechts von sowie vor und hinter meinem Gef&#228;hrt ist gen&#252;gend Platz</li>
<li>Auf dem Parkplatz selbst sind so viele Parkpl&#228;tze frei, dass Punkt 1) meiner Anforderungen &#252;ber die Zeit meines Einkaufs m&#246;glichst gew&#228;hrleistet werden kann</li>
</ol>
<p>Danach rase ich durchs Einkaufszentrum, um das sonst unvermeidliche Schicksal nicht ungeb&#252;hrend<br />
herauszufordern &#8230; aber so sehr ich mich auch beeile:</p>
<p><strong>Vorher</strong> (trotz Vorahnung hatte ich leider nur mein <span lang="en" xml:lang="en">Handy</span> dabei):</p>
<p><a rel="lightbox[230110]" title="Mein Gef&#228;hrt ... scheinbar sicher geparkt" href="/bilder/parkplatz01GR.jpg"><img class="centered" src="/bilder/parkplatz01.jpg" width="300" height="225" alt="Mein Auto auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums, weit abseits aller anderen parkenden Autos" /></a></p>
<p><strong>Nachher</strong> (knappe 10 Minuten sp&#228;ter):</p>
<p><a rel="lightbox[230110]" title="Obwohl nach wie vor gen&#252;gend andere Parkpl&#228;tze frei w&#228;ren ..." href="/bilder/parkplatz02GR.jpg"><img class="centered" src="/bilder/parkplatz02.jpg" width="300" height="225" alt="Ein Auto parkt (pickt) genau neben meinem Auto, ringsum alle Parkpl&#228;tze frei" /></a></p>
<p><a rel="lightbox[230110]" title="Zum Beweis ..." href="/bilder/parkplatz03GR.jpg"><img class="centered" src="/bilder/parkplatz03.jpg" width="300" height="225" alt="Ein Auto parkt genau neben meinem Auto, ringsum alle Parkpl&#228;tze frei, aus anderer Pespektive fotografiert" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kleine und gro&#223;e Menschen</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/01/11/kleine-und-grosse-menschen/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 20:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Merkmal gro&#223;er Menschen ist, dass sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.
Marie von Ebner-Eschenbach

Der Umkehrschluss scheint zu stimmen, dass n&#228;mlich kleine Menschen an andere h&#246;here Anforderungen stellen als an sich selbst, weil sie zu klein sind, um die h&#246;heren Anforderungen selbst erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Wenn sie sehr klein sind, vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ein Merkmal gro&#223;er Menschen ist, dass sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.</p></blockquote>
<p><cite>Marie von Ebner-Eschenbach</cite></p>
<p><span id="more-50"></span><br />
Der Umkehrschluss scheint zu stimmen, dass n&#228;mlich kleine Menschen an andere h&#246;here Anforderungen stellen als an sich selbst, weil sie zu klein sind, um die h&#246;heren Anforderungen selbst erf&#252;llen zu k&#246;nnen. Wenn sie sehr klein sind, vielleicht auch deshalb, weil es sie freut, wenn die anderen an den ihnen auferlegten h&#246;heren Anforderungen scheitern und ihnen &#8211; den sehr Kleinen &#8211; dieses Scheitern der anderen wiederum das tr&#252;gerische Gef&#252;hl verleiht, selbst gr&#246;&#223;er zu sein.</p>
<p>K&#246;nnte es aber nicht sein, dass manche gro&#223;e Menschen an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst, nicht weil sie so gro&#223; sind, sondern weil sie Angst haben, dass die anderen, sobald sie an den h&#246;heren Anforderungen wachsen, gr&#246;&#223;er und ihnen schlie&#223;lich zu gro&#223; werden? Und sie selbst eigentlich gar nicht gro&#223;, sondern genauso klein sind wie die Kleinen, die glauben gro&#223; zu sein?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Dumm gelaufen</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2010/01/04/dumm-gelaufen/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 17:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen war ich zur Er&#246;ffnung einer Ausstellung mit moderner Kunst eingeladen. Ich pilgerte also los und st&#252;rzte mich ins vermeintliche (Kunst)Vergn&#252;gen. Und traf auch tats&#228;chlich gleich zu Beginn eine liebe Bekannte, die ich schon sehr lange nicht gesehen habe. Wir unterhielten uns l&#228;ngere Zeit und sie nahm dann auch die Gelegenheit wahr, mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen war ich zur Er&#246;ffnung einer Ausstellung mit moderner Kunst eingeladen. Ich pilgerte also los und st&#252;rzte mich ins vermeintliche (Kunst)Vergn&#252;gen. Und traf auch tats&#228;chlich gleich zu Beginn eine liebe Bekannte, die ich schon sehr lange nicht gesehen habe. Wir unterhielten uns l&#228;ngere Zeit und sie nahm dann auch die Gelegenheit wahr, mir kurz ihren Mann, Herrn <abbr>M.</abbr>, vorzustellen. </p>
<p><span id="more-49"></span><br />
Ich lauschte also brav den Er&#246;ffnungsreden und sah mir sodann die Bilder an und war von beidem nur m&#228;&#223;ig begeistert. Mein Kunstverst&#228;ndnis, was moderne bildnerische Kunst betrifft, ist allerdings &#228;u&#223;erst bescheiden, meine Kriterien sind schlicht und einfach: es gef&#228;llt mir oder es gef&#228;llt mir nicht. Und die Bilder gefielen mir nicht. Von Reden versteh ich ein wenig mehr und die fand ich unertr&#228;glich provinziell, zu viele der Er&#246;ffnungsg&#228;ste ebenso. Die Schlacht am (kalten) Buffet verdient eindeutig einen eigenen Beitrag.</p>
<p>Wenn ich nicht noch ein paar nette Leute getroffen h&#228;tte, w&#252;rde ich den Abend als eher misslungen abhaken. Den netten Leuten gefielen &#252;brigens die Bilder auch &#252;berhaupt nicht, wie sie mir versicherten.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag h&#246;rte ich im Radio gar wunderbare R&#252;ckblicke auf die Ausstellung: Die Presse &#252;berschlug sich vor Begeisterung, die Ausstellung w&#228;re wirklich gelungen, die Bilder gro&#223;artig.<br />
Ich habe also wieder einmal alles falsch oder nichts verstanden &#8230;</p>
<p>Sozusagen zur Best&#228;tigung des gro&#223;en Erfolgs h&#246;rte man noch einige Interviews mit G&#228;sten der <span lang="fr" xml:lang="fr">Vernissage</span>, die selbstverst&#228;ndlich auch nur Gutes zu sagen wussten und einander im Lob &#252;ber das Gezeigte &#252;bertrafen. Eine Aussage fiel mir dabei sogar besonders auf, als n&#228;mlich ein Interviewter meinte, dass ihm aufgefallen w&#228;re, dass die meisten Anwesenden &#8211; so wie &#252;berhaupt die meisten Leute &#8211; solche Bilder ohnehin nicht sch&#228;tzen k&#246;nnten, weil ihnen das n&#246;tige Kunstverst&#228;ndnis und der intellektuelle Zugang zur Kunst fehle. </p>
<p>Als ich am Nachmittag dann in der Stadt zu tun hatte, traf ich ganz zuf&#228;llig die liebe Bekannte vom vergangenen Abend. (Sie wissen ja wie das ist: erst trifft man einander Jahre nicht und dann gleich mehrmals hintereinander) Wir plauderten kurz &#252;ber die Ausstellung und ich erz&#228;hlte ihr nat&#252;rlich von dem aufgeblasenen Dummkopf, der da meinte, dass wir alle zu einf&#228;ltig f&#252;r die Ausstellung seien &#8230;</p>
<p>Am Abend brachte dann das regionale <acronym>TV</acronym>-Programm ebenfalls einen R&#252;ckblick auf die Ausstellungser&#246;ffnung und die Interviewten bekamen nun Gesichter. Als ich aber erkannte, dass der aufgeblasene Dummkopf Herr <abbr>M.</abbr> war, wurde mir ein wenig &#252;bel &#8230;</p>
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		<title>Bin gestorben, komme morgen &#8230;</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/12/28/bin-gestorben-komme-morgen/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Dec 2009 16:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die lustige Geschichte mit T-Mobile geht in die n&#228;chste, hoffentlich letzte Runde. 

Zur Erinnerung: Nach der fristgerechten K&#252;ndigung meines Handyvertrags mit 25. August 2009 kam ich trotz gegenteiligem Ersuchen noch drei Monate lang in den zweifelhaften Genuss einer Klax-Simkarte. Meine zuvor auf die Box aufgesprochene Nachricht, dass ich eine neue Telefonnummer habe, war gel&#246;scht worden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.typhaeus.at/2009/08/09/ungeteilte-freude/" title="Interner Link zum Beitrag 'Ungeteilte Freude'">lustige Geschichte mit <span lang="en" xml:lang="en">T-Mobile</span></a> geht in die n&#228;chste, hoffentlich letzte Runde. </p>
<p><span id="more-47"></span><br />
Zur Erinnerung: Nach der fristgerechten K&#252;ndigung meines <span lang="en" xml:lang="en">Handy</span>vertrags mit 25. August 2009 kam ich trotz gegenteiligem Ersuchen noch drei Monate lang in den zweifelhaften Genuss einer Klax-Simkarte. Meine zuvor auf die Box aufgesprochene Nachricht, dass ich eine neue Telefonnummer habe, war gel&#246;scht worden. </p>
<p>Nun sind exakt vier Monate ins Land gezogen und ein &#8220;Kontroll&#8221;anruf an meine alte Nummer (die ich <a href="http://www.typhaeus.at/2009/09/20/kant-handynummern-und-die-senilitaet/" title="Interner Link zum Beitrag 'Kant, Handynummern und die Senilit&#228;t'">leider noch immer nicht vergessen habe</a>) l&#228;sst mich eine zwar gesch&#228;ftlich-freundliche, aber vollkommen falsche und irref&#252;hrende Ansage h&#246;ren: </p>
<blockquote><p>&#8230; Der von Ihnen gew&#252;nschte Gespr&#228;chspartner ist im Moment nicht erreichbar. Bitte probieren Sie es etwas sp&#228;ter noch einmal.
</p></blockquote>
<p>Ein Anruf bei der <span lang="en" xml:lang="en">Hotline</span> von <span lang="en" xml:lang="en">T-Mobile</span> best&#228;tigte &#252;brigens meinen Verdacht, dass die alte Nummer fr&#252;hestens nach sechs Monaten neu vergeben wird (und der gew&#252;nschte Gespr&#228;chspartner daher ich sein muss).</p>
<p>Das Ganze w&#228;re auch nicht so schlimm, w&#252;rde meine alte <span lang="en" xml:lang="en">Handy</span>nummer nicht noch im Telefonbuch und anderen Medien, auf die ich keinen Zugriff habe, aufscheinen und sich daher Anruferinnen und Anrufer fragen, warum ich nicht zur&#252;ckrufe.</p>
<p>Und &#228;rgerlich w&#228;re es ja auch nur, wenn ich mein <span lang="en" xml:lang="en">Handy</span> (in erster Linie) zum Telefonieren verwenden w&#252;rd ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Experten</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/11/09/experten/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 19:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Wort &#8220;Experten&#8221; l&#246;st in mir oft Hysterie, meist jedoch allerh&#246;chstes Misstrauen aus, manchmal beunruhigt mich allein schon die Ank&#252;ndigung von Experten. Zumindest dann, wenn das Wort au&#223;erhalb eines engeren wissenschaftlichen Kontextes gebraucht wird. 

Es mag die inflation&#228;re Handhabung des Wortes sein, kein Tag vergeht, an dem ich nicht von irgendwelchen Projekten lese, die von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wort &#8220;Experten&#8221; l&#246;st in mir oft Hysterie, meist jedoch allerh&#246;chstes Misstrauen aus, manchmal beunruhigt mich allein schon die Ank&#252;ndigung von Experten. Zumindest dann, wenn das Wort au&#223;erhalb eines engeren wissenschaftlichen Kontextes gebraucht wird. </p>
<p><span id="more-45"></span><br />
Es mag die inflation&#228;re Handhabung des Wortes sein, kein Tag vergeht, an dem ich nicht von irgendwelchen Projekten lese, die von Experten, oft sogar von Top Experten geleitet oder begleitet werden. </p>
<p>Wie so oft, hilft mir auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Experte" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Experte'">Wikipedia</a> nicht wirklich weiter, ein </p>
<blockquote><p>Experte, von lateinisch expertus &#8216;erprobt&#8217;,</p></blockquote>
<p> so lese ich dort, </p>
<blockquote><p>ist eine Person, die &#252;ber &#252;berdurchschnittlich umfangreiches Wissen auf einem oder mehreren bestimmten Sachgebieten &#8230; verf&#252;gt.
</p></blockquote>
<p>Mein Unverst&#228;ndnis mag im h&#228;ufig vergeblichen Suchen nach dem &#252;berdurchschnittlichen Wissen der sogenannten Experten begr&#252;ndet sein und es will mir auch nicht in den Sinn, worin der Unterschied zwischen Experten und Top Experten (<span lang="en" xml:lang="en">google</span>n Sie einmal danach) liegt (nein, ich spreche nicht vom Astrokanal ;-) )? Und wer bestimmt eigentlich, wer wof&#252;r Experte oder gar Top Experte ist?  </p>
<p>Im Lateinunterricht lernten wir, dass es in der Aeneis von Vergil hei&#223;t </p>
<blockquote><p>Credo experto </p></blockquote>
<p>also</p>
<blockquote><p>Glaubt dem Erfahrenen, glaubt dem, der etwas selbst erprobt hat</p></blockquote>
<p>Das will mir aber heute oft nicht mehr so recht gelingen &#8230;</p>
<p><em><abbr>PS</abbr>: Ich bitte ausnahmsweise um Verzeihung f&#252;r den Verzicht auf <span lang="en" xml:lang="en">Gendering</span>.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein treuer (&#246;sterreichischer) Diener seines Herrn</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/10/28/ein-treuer-oesterreichischer-diener-seines-herrn/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 17:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine wahre Geschichte, die mir ein &#8211; nat&#252;rlich nicht darin involvierter &#8211; Freund j&#252;ngst erz&#228;hlte:
Auf einer Baustelle passierte eines Tages ein schlimmer Unfall, der vermieden werden h&#228;tte k&#246;nnen. Der verantwortliche Baumeister verst&#228;ndigte umgehend den Firmenchef, der ihm am Abend auftrug, die &#246;rtliche Zeitung zu kaufen. 
Der Baumeister versuchte tags darauf die Verantwortlichen der Zeitung zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wahre Geschichte, die mir ein &#8211; nat&#252;rlich nicht darin involvierter &#8211; Freund j&#252;ngst erz&#228;hlte:</p>
<p>Auf einer Baustelle passierte eines Tages ein schlimmer Unfall, der vermieden werden h&#228;tte k&#246;nnen. Der verantwortliche Baumeister verst&#228;ndigte umgehend den Firmenchef, der ihm am Abend auftrug, die &#246;rtliche Zeitung zu kaufen. </p>
<p>Der Baumeister versuchte tags darauf die Verantwortlichen der Zeitung zu <del datetime="2009-10-28T15:00:52+00:00">bestechen</del> &#252;berreden, nichts die Firma Sch&#228;digendes zu ver&#246;ffentlichen.</p>
<p>Dabei hatte der Firmenchef nur die Zeitung lesen wollen ;-)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Thalia, die &#8216;gute alte Buchhandlung&#8217; und WEB 2.0</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/10/18/thalia-die-gute-alte-buchhandlung-und-web-2-0/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen, am 14. Oktober, stie&#223; ich &#252;ber einen Tweet auf einen Beitrag &#252;ber den Buchhandelsriesen Thalia, der einen lang gehegten Verdacht meinerseits best&#228;tigte.

Am selben Tag, kurze Zeit sp&#228;ter, holte ich mir in Eisenstadt in der &#8220;guten alten Buchhandlung&#8221; ein paar bestellte B&#252;cher ab, darunter &#8220;Menschenteufel&#8221; von Marcus Rafelsberger. Dieses Buch, f&#252;r das vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen, am 14. Oktober, stie&#223; ich &#252;ber einen <a href="http://twitter.com/bibliophag/status/4860756309" title="Externer Link zu 'twitter.com/bibliophag/...'">Tweet</a> auf einen <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/487972" title="Externer Link zu 'jetzt.sueddeutsche.de...'">Beitrag &#252;ber den Buchhandelsriesen Thalia</a>, der einen lang gehegten Verdacht meinerseits best&#228;tigte.</p>
<p><span id="more-41"></span><br />
Am selben Tag, kurze Zeit sp&#228;ter, holte ich mir in Eisenstadt in der &#8220;guten alten Buchhandlung&#8221; ein paar bestellte B&#252;cher ab, darunter &#8220;Menschenteufel&#8221; von Marcus Rafelsberger. Dieses Buch, f&#252;r das vom Verlag das Auslieferungsdatum 12. Oktober angek&#252;ndigt war, war tats&#228;chlich erst am 14. Oktober in der Buchhandlung eingetroffen. Vielleicht h&#228;tte ich es ja &#252;ber Amazon ein oder zwei Tage fr&#252;her erhalten, aber ein Buch in der Buchhandlung (und nicht <span lang="en" xml:lang="en">online</span>) zu erstehen, verschafft mir, auch wenn es altmodisch klingt, doch noch immer ein gutes Gef&#252;hl.<br />
Schon hier sei angemerkt, dass das Buch nur als Einzelst&#252;ck f&#252;r mich bestellt wurde.</p>
<p>Ortswechsel: Am Freitag in Wiener Neustadt. Nach langer Zeit machte ich wieder einmal einen  Routinestreifzug durch die 2 Stockwerke B&#252;cher in der Thalia-Zweigstelle, wo mich <span lang="en" xml:lang="en">Dan Brown</span>&#8217;s neues Buch fast erschlug. Da ich in den Regalen zwar die B&#252;cher von Rossmann, Haas, Slupetzky <abbr>etc.</abbr>, nicht aber jenes von Rafelsberger sichtete, nutzte ich die Gelegenheit, um nach dem &#8220;Menschenteufel&#8221; zu fragen, so als ob ich ihn mir einmal ansehen wollte &#8230;</p>
<p>Das folgende Gespr&#228;ch mit dem Verk&#228;ufer (<abbr>VK</abbr>), der sichtlich weder Autor noch Buchtitel je geh&#246;rt hatte, m&#246;chte ich Ihnen nicht vorenthalten:</p>
<p>Ich: &#8220;K&#246;nnen Sie mir bitte sagen, wo ich den &#8220;Menschenteufel&#8221; von Marcus Rafelsberger finde?&#8221;<br />
<abbr>VK</abbr>: (nach kurzem Stocken) &#8220;Da muss ich nachsehen …&#8221; (tut dies) &#8220;… den haben wir nicht lagernd.&#8221;<br />
Ich: &#8220;Warum nicht?&#8221;<br />
<abbr>VK</abbr>: &#8220;Ja, wissen Sie, wenn ein Buch so lange liegt und nicht verkauft wird, dann legen wir es uns nicht mehr auf Lager!&#8221;<br />
Ich: Was hei&#223;t hier bitte &#8220;so lange&#8221;? Das Buch ist doch erst seit drei Tagen auf dem Markt!<br />
<abbr>VK</abbr>: (wechselt die Gesichtfarbe hin zu R&#246;tlich) &#8220;Ich seh nochmals nach &#8230;&#8221; (tut dies) &#8220;&#8230; Also bei mir steht, dass das Buch in einigen Monaten in einer neuen Auflage ausgeliefert wird.&#8221;<br />
Ich: &#8220;Nein, das gibt es nicht, denn das Buch erschien wie gesagt vor drei Tagen, ganz neu und in der ersten Auflage.&#8221;<br />
<abbr>VK</abbr>: Na trotzdem, Sie k&#246;nnen es ja bestellen.</p>
<p>Offenbar ist also der emons:-Verlag, in dem der &#8220;Menschenteufel&#8221; erschien, bei Thalia mit dem Bann belegt (siehe oben verlinkten Beitrag &#252;ber Thalia). Mir fiel aber noch etwas anderes, viel Beunruhigenderes, auf: Meinen <a href="http://twitter.com/typhaeus/status/4860867821" title="Externer Link zu 'twitter.com/typhaeus...'">Tweet</a>, dass die Angestellten bei Thalia auff&#228;llig kompetent und freundlich sind, ziehe ich n&#228;mlich hiermit offiziell zur&#252;ck, denn fast das gesamte Personal in der Filiale ist neu. Ich traf nur mehr eine sehr kompetente Dame, die ich noch von fr&#252;her kenne und die auch jetzt wieder au&#223;erordentlich freundlich und bem&#252;ht war. Wenn mein Verdacht stimmt, dann bleibt mir nur, ihr wirklich alles Gute zu w&#252;nschen &#8230;</p>
<p>So pilgerte ich also weiter und kaufte mir in einer anderen &#8211; mir sehr vertrauten &#8211; Buchhandlung in Wiener Neustadt die &#8220;Atemschaukel&#8221; von Herta M&#252;ller. Ich gebe kleinlaut zu, auch zu jenen zu geh&#246;ren, die vor der Verleihung des Literaturnobelpreises noch nie von ihr geh&#246;rt haben. Ganz im Gegensatz zu dem sehr belesenen Buchh&#228;ndler in der besagten kleinen und wirklich &#8220;guten alten Buchhandlung&#8221;. Dieser erz&#228;hlte mir n&#228;mlich stolz, Herta M&#252;ller schon &#8220;ewig&#8221; zu kennen, alle ihre B&#252;cher gelesen und ihr auch pers&#246;nlich zum Literaturnobelpreis gratuliert zu haben. Leider, so bedauerte er, habe er aber noch keine Antwort von ihr bekommen!</p>
<p>Also fragte ich dann – schon im Hinausgehen – auch ihn nach dem &#8220;Menschenteufel&#8221; und hatte das Gef&#252;hl, den sehr belesenen Buchh&#228;ndler am falschen Fu&#223; erwischt zu haben, denn er musste zugeben, zwar schon etwas von diesem Buch geh&#246;rt, es aber nicht auf Lager zu haben.</p>
<p>Auf meine Frage nach dem Warum antwortete er ehrlich, dass er es eigentlich nicht w&#252;sste. Ich wies ihn verwundert darauf hin, dass das Buch schon am ersten Tag bei Amazon <a href="http://twitter.com/rafelsberger/status/4708468254" title="Externer Link zu 'twitter.com/rafelsberger">vorn mit dabei war</a>, worauf ich eine denkw&#252;rdige Antwort erhielt:</p>
<blockquote><p>Amazon ist f&#252;r mich nicht repr&#228;sentativ.</p></blockquote>
<p>Obwohl Amazon selbstverst&#228;ndlich auch f&#252;r mich nicht repr&#228;sentativ im engeren Sinn des Wortes ist, st&#252;rzte bei dieser Aussage sozusagen eine kleine Welt in mir zusammen. Denn immer wieder erkl&#228;re ich jungen Mitarbeitern die aus meiner Sicht branchen&#252;bergreifende Marketingregel <abbr>Nr.</abbr> 1 mit einem Buchh&#228;ndlerbeispiel: Dass sich n&#228;mlich kein Buchh&#228;ndler leisten k&#246;nne, nur jene B&#252;cher auf Lager zu nehmen, die er selbst gerne liest &#8230; (und ja, auch das neue Buch von <span lang="en" xml:lang="en">Dan Brown</span> sichtete ich in der &#8220;guten alten Buchhandlung&#8221;).</p>
<p>Nach dieser Antwort des Buchh&#228;ndlers verzichtete ich, auf die auch f&#252;r mich faszinierende Beziehung &#8220;Menschenteufel&#8221; <abbr>bzw.</abbr> Marcus Rafelsberger und &#8220;Web 2.0&#8243; hinzuweisen (siehe den <a href="http://polilog.wordpress.com/2009/10/12/menschenteufel-doing-it-web-2-0/" title="Externer Link zu 'polilog.wordpress.com...'">Beitrag von Dominik Leitner</a>) und verabschiedete mich. </p>
<p>Die &#8220;gute alte Buchhandlung&#8221; versus Web 2.0? </p>
<p>Auch wenn ich Thalia ganz sicher nicht zu ersterem z&#228;hle, sei der Vollst&#228;ndigkeit halber angemerkt, dass der &#8220;Menschenteufel&#8221; online bei Thalia erh&#228;ltlich ist. Und w&#252;rde mein gesch&#228;tzter Buchh&#228;ndler auch ein wenig <span lang="en" xml:lang="en">online</span> lesen, h&#228;tte er wahrscheinlich gewusst, dass Herta M&#252;ller <a href="http://www.express.de/nachrichten/mopo/mopo---promis/herta-mueller-doch-nicht-schwer-erkrankt_artikel_1253811658273.html" title="Externer Link zu 'express.de...'">doch nicht schwer erkrankt ist</a> und sogar ihre <a href="http://www.focus.de/panorama/vermischtes/herta-mueller-nobelpreistraegerin-auf-der-frankfurter-buchmesse_aid_444879.html" title="Externer Link zu 'focus.de...'">Termine auf der Frankfurter Buchmesse</a> wahrnehmen konnte &#8230; und vielleicht auch deshalb nicht Zeit hatte, ihm f&#252;r seine Gratulationen zu danken? ;-) .</p>
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		</item>
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		<title>Gleichgesinnt</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/10/13/gleichgesinnt/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 11:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorweg, ich gebe zu, dass W&#246;rter wie &#8220;Gesinnung&#8221; und &#8220;gleichgesinnt&#8221; f&#252;r mich einschl&#228;gig konnotieren und daher das In-Beziehung-Setzen der beiden Bedeutungen von &#8220;gleichgesinnt&#8221; in diesem Beitrag nur meine subjektive Assoziation widerspiegelt.

Ein Z&#252;chter Deutscher Doggen in Wien freut sich sichtlich dar&#252;ber, dass Bumsti Strache seinen Hund knuddelt und wirbt daher mit einem Bild auf seiner Website [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorweg, ich gebe zu, dass W&#246;rter wie &#8220;Gesinnung&#8221; und &#8220;gleichgesinnt&#8221; f&#252;r mich einschl&#228;gig konnotieren und daher das In-Beziehung-Setzen der beiden Bedeutungen von &#8220;gleichgesinnt&#8221; in diesem Beitrag nur meine subjektive Assoziation widerspiegelt.</p>
<p><span id="more-40"></span><br />
Ein Z&#252;chter Deutscher Doggen in Wien freut sich sichtlich dar&#252;ber, dass <a href="http://www.news.at/articles/0913/10/237594/bumsti-der-weg-fpoe-chefs-strache" title="Externer Link zu 'news.at'">Bumsti</a> Strache seinen Hund knuddelt und wirbt daher mit einem Bild auf seiner <a href="http://www.doggen-von-kralstein.at/start.php?sound=1&#038;site=2&#038;link=news&#038;id=" title="Externer ink zu 'doggen-von-kralstein.at'">Website</a> … ja, wof&#252;r eigentlich? F&#252;r seine Zucht oder f&#252;r <abbr>H. C.</abbr> Strache?</p>
<p>Selbiger Z&#252;chter ist auch Vorstandsmitglied im <a href="http://www.doggenklub.at/vorstand.html" title="Externer Link zu 'doggenklub.at'">&#214;sterreichischen Doggenklub</a>.</p>
<p>Nun lese ich auf der <a href="http://www.doggenklub.at/doggennews.html" title="Externer Link zu 'doggenklub.at/doggennews.html'">Website</a> dieses Klubs von gem&#252;tlichen &#8220;Treffen <strong>gleichgesinnter</strong> Doggenliebhaber&#8221;  … und bin – obwohl selbst Besitzer von zwei <a href="http://www.paris-und-belami.at/" title="Externer Link zu 'paris-und-belami.at'">Doggenr&#252;den</a> – ziemlich erleichtert, nicht (mehr) Mitglied des Klubs zu sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auswandern</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/10/04/auswandern/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 13:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein sehr lieber und sehr kluger &#228;lterer j&#252;discher Freund beklagte immer wieder den unertr&#228;glichen Antisemitismus in &#214;sterreich. Er warte, so versicherte er mir, nur mehr auf seine Pensionierung, um unverz&#252;glich nach Italien auszuwandern.
Auf meine Frage, ob er denn meine, dass es dort keinen oder weniger Antisemitismus g&#228;be, antwortete er:
&#8220;Nein, nur verstehe ich dort wenigstens nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr lieber und sehr kluger &#228;lterer j&#252;discher Freund beklagte immer wieder den unertr&#228;glichen Antisemitismus in &#214;sterreich. Er warte, so versicherte er mir, nur mehr auf seine Pensionierung, um unverz&#252;glich nach Italien auszuwandern.</p>
<p>Auf meine Frage, ob er denn meine, dass es dort keinen oder weniger Antisemitismus g&#228;be, antwortete er:<br />
&#8220;Nein, nur verstehe ich dort wenigstens nicht alles&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Also doch &#8230;</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/09/26/also-doch/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 19:15:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verwende beim Schlafen Ohropax-Ohrst&#246;psel. Ich kann sonst nicht schlafen. Oder genauer: Ich glaube nicht  schlafen zu k&#246;nnen, wenn ich keine Ohrst&#246;psel verwende. Ich liege n&#228;mlich, wenn ich sie einmal vergessen habe, im Bett und warte angestrengt auf Ger&#228;usche, die mich am Einschlafen hindern (k&#246;nnten): im Sommer auf das Mark und Bein durchdringende Ger&#228;usch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verwende beim Schlafen Ohropax-Ohrst&#246;psel. Ich kann sonst nicht schlafen. Oder genauer: Ich glaube nicht  schlafen zu k&#246;nnen, wenn ich keine Ohrst&#246;psel verwende. Ich liege n&#228;mlich, wenn ich sie einmal vergessen habe, im Bett und warte angestrengt auf Ger&#228;usche, die mich am Einschlafen hindern (k&#246;nnten): im Sommer auf das Mark und Bein durchdringende Ger&#228;usch einer mich, das Opfer, umkreisenden Gelse, im Winter auf die Kratzger&#228;usche der Eisschaber, ganzj&#228;hrig auf die Fieps- und Schnarchger&#228;usche meiner Pelzigen &#8230;</p>
<p><span id="more-37"></span><br />
Jedenfalls zwingt mich der Umstand, dass die handels&#252;blichen Ohropaxpackungen maximal 20 St&#252;ck  beinhalten, &#246;fter in die Apotheke als mir lieb ist. Denn wenn auch nicht wirklich peinlich, ein wenig  unangenehm ist es mir jedes Mal schon, eine neue Packung zu verlangen. Auf die Frage, welche ich genau m&#246;chte, stammle ich dann leise immer irgendetwas wie &#8220;die klassischen, ja, die aus Wachs &#8230;&#8221; und hoffe nur schnell bedient zu werden, um das Gesch&#228;ft ebenso schnell verlassen zu k&#246;nnen. Irgendwie kann ich mich des Gef&#252;hls nicht erwehren, dass mich die ApothekerInnen so seltsam anblicken, als w&#252;rden sie hoffen, dass ich jene Ohrst&#246;psel aus hautfreundlichem <abbr>PU</abbr>-Schaum (f&#252;r Entspannung), jene aus Wolle (f&#252;rs Duschen und Schwimmen) oder jene aus weichem Kunststoff (gegen k&#252;rzere L&#228;rmbelastungen) verlange. Und dass sie sich berufsethisch verpflichtet f&#252;hlen, mich zu ermahnen, dass ich meine Einschlafst&#246;rungen nicht nachhaltig bek&#228;mpfen k&#246;nne, indem ich mir Ohrst&#246;psel aus Wachs in die Ohren stopfe &#8230;</p>
<p>Ich wage mir nicht auszumalen, wie die Reaktion w&#228;re, wenn die ApothekerInnen w&#252;ssten, dass alles eigentlich noch viel schlimmer ist. Denn es ist mir schon passiert, dass ich morgens diese St&#246;psel nicht mehr entfernen konnte, weil ich sie nachts immer tiefer und tiefer reingeschraubt habe. Meine hysterischen Versuche, die St&#246;psel zu entfernen, konnten den Canossagang ins n&#228;chste Krankenhaus nicht verhindern. Dass mir dort alles dann nicht nur ein wenig unangenehm, sondern so richtig peinlich war, liegt auf der Hand.</p>
<p>Gestern war es wieder so weit. Ich ben&#246;tigte schon dringend eine neue Packung und suchte schnurstracks nicht meine Stammapotheke auf, sondern eine, in der ich noch nie Ohropax erstand. Dort wandte ich mich an einen Apotheker, den ich lange kenne und den ich noch nie lachen sah. (Es gibt leider auch in meinem weiteren Umkreis keine Apotheke, in der ich g&#228;nzlich unbekannt bin)</p>
<p>Nur diesmal lief alles anders, zun&#228;chst sehr erfreulich, ab: Denn der Apotheker fragte mich fast g&#252;tig und eher rhetorisch, so als w&#252;rde er meine Schlafprobleme kennen und verstehen k&#246;nnen, ob ich die klassischen meine, was ich zwar wortlos, aber mit eindeutiger Geste bejahte. Dann empfahl mir der nette Apotheker gleichsam als Geheimtipp sogar noch bessere St&#246;psel, n&#228;mlich jene aus Silicon, die ich nat&#252;rlich auch sofort kaufte. Er gab mir au&#223;erdem noch ein paar praktische Tipps f&#252;r die Handhabung. Denn es sei ihm, so erkl&#228;rte er mir, einmal passiert, dass er sie in der Fr&#252;h nicht mehr aus den Ohren l&#246;sen konnte und daher dann ins Krankenhaus musste. Und dass ihm das alles so peinlich war, denn der Arzt habe ihn angesehen, als h&#228;tte er etwas Verbotenes getan. </p>
<p>Ein Leidensgenosse also. </p>
<p>Das folgende Gespr&#228;ch war fr&#246;hlich, wir beide lachten irgendwie sehr befreit, erz&#228;hlten unsere einschl&#228;gigen Erlebnisse und ich habe meinen Apotheker gefunden, bei dem ich auch in Zukunft vorbehaltlos meine Ohropaxpackungen kaufen kann.</p>
<p>Als das Gespr&#228;ch am Schluss f&#252;r mich unerwartet eine pikante Pointe erhielt. Denn der Apotheker erz&#228;hlte mir, dass j&#252;ngst ein Arzt zu ihm in die Apotheke kam, den er nicht kannte, der ihn aber sofort begr&#252;&#223;te mit den Worten: &#8220;Ihnen habe ich doch damals die Ohrst&#246;psel entfernt&#8221;. </p>
<p>Nur, &#8220;damals&#8221; war vor 15 Jahren &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kant, Handynummern und die Senilit&#228;t</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/09/20/kant-handynummern-und-die-senilitaet/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 11:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[W&#228;hrend anspruchsvollere Geister die philosophischen Schriften Immanuel Kants lesen, begn&#252;ge ich mich mit seiner Biografie, und sogar da w&#228;hlte ich nur eine Kurzfassung in Form der ro ro ro – Ausgabe.  Es ist schon lange her, dass ich diese gelesen habe, trotzdem geht mir besonders eine Stelle nicht aus dem Sinn.
Kant hatte einen Diener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend anspruchsvollere Geister die philosophischen Schriften Immanuel Kants lesen, begn&#252;ge ich mich mit seiner Biografie, und sogar da w&#228;hlte ich nur eine Kurzfassung in Form der ro ro ro – Ausgabe.  Es ist schon lange her, dass ich diese gelesen habe, trotzdem geht mir besonders eine Stelle nicht aus dem Sinn.</p>
<p>Kant hatte einen Diener namens Martin Lampe, den er nach 40 Jahren entlie&#223;. Heinrich Heine vermutet sogar, dass dieser Lampe einen erheblichen Einfluss auf Kants Denken, ja sogar auf die Entstehung seiner &#8220;Kritik der praktischen Vernunft&#8221;, gehabt h&#228;tte:</p>
<p><span id="more-34"></span></p>
<blockquote><p>Da erbarmt sich Immanuel Kant und zeigt, da&#223; er nicht blo&#223; ein gro&#223;er Philosoph, sondern auch ein guter Mensch ist, und er &#252;berlegt, und halb gutm&#252;tig und halb ironisch spricht er: &#8220;Der alte Lampe mu&#223; einen Gott haben, sonst kann der arme Mensch nicht gl&#252;cklich sein – der Mensch soll aber auf der Welt gl&#252;cklich sein – das sagt die praktische Vernunft – meinetwegen – so mag auch die praktische Vernunft die Existenz verb&#252;rgen.&#8221;
</p></blockquote>
<p><cite>Heinrich Heine, Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland (1835), zitiert nach <a href="https://www.phf.uni-rostock.de/fkw/iph/thies/Heine-Zitat.pdf" title="Externer Link zur PDF-Datei">phf.uni-rostock.de/fkw/iph/thies/Heine-Zitat.pdf</a></cite></p>
<p>Zu Lampe gibt es einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lampe" title="Externer Link zu 'de.wikipedia.org/wiki/Martin_Lampe'">Wikipediaeintrag</a> und dem Diener ist das H&#246;rspiel von <a href="http://www.acc-weimar.de/veranstaltungen/special/kant/sparschuh.html" title="Externer Link zu 'acc-weimar.de...'">Jens Sparschuh</a> &#8220;Ein nebulo bist du&#8221; (1989) gewidmet. Das H&#246;rspiel wurde 1990 mit dem H&#246;rspielpreis der Kriegsblinden, der bedeutendsten Auszeichnung f&#252;r Autoren deutscher H&#246;rspiele, ausgezeichnet. Ich, sonst kein gro&#223;er Freund von H&#246;rspielen, war hellauf begeistert und kann es nur uneingeschr&#228;nkt empfehlen.</p>
<p>Im H&#246;rspiel geht es darum, was sich im Vorzimmer Kants zugetragen haben k&#246;nnte, nachdem Kant seinem Diener gek&#252;ndigt hatte.</p>
<p>Da laut Manfred Gieler, Kants Welt. Eine Biographie, 2004, Seite 132, Kant sich seit Ende der 50-er Jahre einen Bediensteten, n&#228;mlich den ehemaligen Soldaten Martin Lampe, leisten konnte und ihm im J&#228;nner 1802 k&#252;ndigte, war Lampe gut 40 Jahre im Dienst Kants und nicht 30 Jahre, wie es das H&#246;rspiel vorgibt.</p>
<p>Im H&#246;rspiel denkt Lampe laut, im Hintergrund h&#246;rt man st&#228;ndig Kant herrisch befehligen, Lampe spricht abwechselnd in der 1. oder 3. Person &#252;ber sich:</p>
<blockquote><p>&#8230; Da ist er wieder, der gute Lampe, Gott sei&#8217;s gedankt, die einzige Leuchte in diesem stocktr&#252;ben Nest. Und b&#246;ser Wind bl&#228;st auch noch, die auszublasen, damit es vollends finster werde. Ja, tr&#252;b ist&#8217;s geworden in unserem K&#246;nigsberg, die Sonne, falls sie &#252;berhaupt noch kommt, gaukelt uns blo&#223; was vor, ein matter Fleck am schmutzigen Himmel. Seit 30 Jahren, ein Menschenalter, bin ich hier Sonne, falls es dergleichen &#252;berhaupt noch gibt. Ich leuchte, wo ich mit meiner Lampe bin, ist Licht, Erleuchtung. …</p>
<p>&#8230; Ich komme ins Sinnieren, in dieser 5. Stunde des Tages, wohl seiner besten &#252;berhaupt – da ich mich unterhalten kann mit dem einzigen vernunftbegabten Wesen in diesem Kaff, mit mir selber &#8230;</p>
<p>&#8230; ein Jammer, in 30 Jahr redet keine Seele mehr von diesem Kant, h&#246;chstens der Martin Lampe, der war dann und wann mal angestellt bei einem Provinzgelehrten namens &#228;h irgendwas wie Kant, Wand, Sand … was wei&#223; denn die Welt von ihm? Nichts, gar nichts … und was dieser obskure Magister, Tschuldigung, Tschuldigung, nat&#252;rlich Professor, von der Welt wusste, wusste er lediglich von seinem Martin Lampe. Sonst wusste er gar nichts …</p>
</blockquote>
<p>In der oben angesprochenen ro ro ro – Biografie hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Zu den Gewohnheiten Kants, die besonders in sein Alter fallen, geh&#246;rte es nun, dass er stets ein B&#252;chlein mit sich herumf&#252;hrte, in das er wichtige Notizen eintrug. In dieses B&#252;chlein schrieb Kant nach der Entlassung des Dieners: Der Name Lampe muss nun v&#246;llig vergessen werden. Das ist der Salto mortale, den sein Ordnungsprinzip hier bis ins Absurde vollf&#252;hrt und dessen er sich selbst nicht mehr bewusst war. Sich an das zu erinnern, was vergessen werden muss: einer solchen Aporie w&#228;re der Philosoph, der das Problem der sich selbst widersprechenden vern&#252;nftigen Logik in der Kritik der reinen Vernunft l&#246;ste, sicherlich nicht verfallen, h&#228;tten ihm noch die Kr&#228;fte jener Zeit zur Verf&#252;gung gestanden.</p></blockquote>
<p><cite>Schultz Uwe, Kant, 1983, 59</cite></p>
<p>Auf den ersten Blick scheint die Argumentation von Schultz einleuchtend, dass n&#228;mlich Kant Lampe nie und nimmer vergessen kann, wenn er sich dessen in einer schriftlichen Notiz erinnert. Aber war die Notiz wirklich der einzige &#8220;Fehler&#8221; Kants?</p>
<p>Die Frage ist ja wohl, woran wollte denn Kant mit dieser Notiz erinnert oder – wahrscheinlich eher &#8211; nicht mehr erinnert werden? Wollte er erinnert werden, dass er Lampe entlassen hatte und daher vergessen m&#252;sse, oder wollte er daran erinnert werden, dass er einen neuen Diener hat? Dann m&#252;sste der Eintrag aber lauten: &#8220;Mein neuer Diener hei&#223;t Johann Kaufmann&#8221;.</p>
<p>Und &#252;berhaupt: Den Lampe h&#228;tte Kant ohnehin nie vergessen k&#246;nnen, denn Lampe hat sich wohl zu tief in das Gehirn Kants eingetragen, als dass er seine Erinnerung an ihn mit einer Notiz ausl&#246;schen h&#228;tte k&#246;nnen.</p>
<p>Ein in diesem Zusammenhang fast anma&#223;end simples Beispiel: Seit einigen Wochen habe ich eine neue Handynummer. Meine alte Nummer, die ich respektable 13 Jahre hatte, geht mir noch immer leichter &#252;ber die Lippen als die neue. Und ich frage mich langsam, wann sich das &#228;ndert. Ich d&#252;rfte also wohl nicht notieren &#8220;Meine alte Handynummer &#8216;0000&#8242; vergessen&#8221;, sondern etwa &#8220;Meine neue Handynummer lautet &#8216;1111&#8242;&#8221;. </p>
<p>Bleibt schlussendlich noch die kummervolle Erkenntnis, dass das Festhalten meiner Geschichten hier im Blog wohl auch schon ein erstes Anzeichen einsetzender Senilit&#228;t ist?<br />
Ich komme ins Sinnieren &#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>A True Story</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/09/10/a-true-story/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 19:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[When Golda Meir held the office of Prime Minister, she tried to encourage Henry Kissinger to make Israel a top priority. He sent her a letter: 
I would like to inform you that I&#8217;m first an American citizen, second Secretary of State and third a Jew
She responded: 
In Israel we read from right to left
Gefunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span lang="en" xml:lang="en">When Golda Meir held the office of Prime Minister, she tried to encourage Henry Kissinger to make Israel a top priority. He sent her a letter: </span></p>
<blockquote><p><span lang="en" xml:lang="en">I would like to inform you that I&#8217;m first an American citizen, second Secretary of State and third a Jew</span></p></blockquote>
<p><span lang="en" xml:lang="en">She responded</span>: </p>
<blockquote><p><span lang="en" xml:lang="en">In Israel we read from right to left</span></p></blockquote>
<p><cite>Gefunden auf: <a href="http://www.sabraheart.blogspot.com/" title="Externer Link zu 'sabraheart.blogspot.com">Sabra at heart</a>.</cite></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nein danke!</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/09/08/nein-danke/</link>
		<comments>http://www.typhaeus.at/2009/09/08/nein-danke/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 17:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.typhaeus.at/?p=29</guid>
		<description><![CDATA[Anfang Mai dieses Jahres bekam ich via E-Mail eine sehr freundliche Einladung, ein Referat im Rahmen der Internationalen Tagung &#8220;Kulturelles Erbe und Neue Technologien&#8221; im November 2009 in Wien zu halten.
Ich w&#252;rde Sie, mit Ihren Erfahrungen &#8230; hier sehr gerne als Vortragenden gewinnen.
Gerne sagte ich zu und freute mich &#252;ber die Einladung. Ich sollte &#252;ber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Mai dieses Jahres bekam ich via <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span> eine sehr freundliche Einladung, ein Referat im Rahmen der Internationalen Tagung <a href="http://www.stadtarchaeologie.at/" title="Externer Link zu 'stadtarchaelogoie.at'">&#8220;Kulturelles Erbe und Neue Technologien&#8221;</a> im November 2009 in Wien zu halten.</p>
<blockquote><p>Ich w&#252;rde Sie, mit Ihren Erfahrungen &#8230; hier sehr gerne als Vortragenden gewinnen.</p></blockquote>
<p>Gerne sagte ich zu und freute mich &#252;ber die Einladung. Ich sollte &#252;ber meine Erfahrungen mit einem   eigenen barrierefreien Kulturportal sprechen.</p>
<p><span id="more-29"></span><br />
Die n&#228;chste <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span> kam Anfang Juni von einem Kollegen des Absenders der ersten <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span> und ich wurde gebeten, ein <span lang="en" xml:lang="en">Abstract</span> zu schreiben.<br />
Der gesteckte Zeitrahmen f&#252;r die Abgabe, n&#228;mlich 14 Tage, war mir jedoch zu knapp und ich konnte dieses <span lang="en" xml:lang="en">Abstract</span> leider erst vorige Woche abgeben.<br />
(Das ist sonst gar nicht meine Art, aber da ich tief in anderen Projekten steckte, konnte ich mich auf  mein Referat im November noch nicht konzentrieren.)</p>
<p>Also schickte ich mein <span lang="en" xml:lang="en">Abstract</span> ab, habe mich jedoch nicht an die vorgegebenen maximal 300 W&#246;rter gehalten. Auch mea culpa, ich hatte die Rahmenbedingungen nicht ordentlich gelesen.</p>
<p>Eine Woche sp&#228;ter, n&#228;mlich heute, erhielt ich von einem dritten Absender, dem f&#252;r die  Tagungsorganisation Verantwortlichen, eine <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>, deren Inhalt ich zweimal lesen musste:</p>
<blockquote><p>Vielen Dank f&#252;r die &#220;bersendung Ihres Abstrakts. K&#246;nnten Sie es bitte etwas k&#252;rzen, unsere Richtlinie  liegt bei max. 300 Worten.</p>
<p><strong>Bitte nicht auf die Anmeldung und die Zahlung unseres Tagungsbeitrages zu vergessen</strong><br />
Sollten Sie nur am Workshop anwesend sein &#8211; 45 Euro, f&#252;r die ganze Tagung (wir w&#252;rden uns sehr freuen) &#8211; 60 Euro.</p></blockquote>
<p>Danach wurden die Bankkoordinaten angegeben.<br />
(Fett-Formatierungen von mir).</p>
<p>Ich sah rot, wartete bis mein Gem&#252;t etwas abk&#252;hlte &#8230; und sah noch immer rot.<br />
Nein, die K&#252;rzung w&#228;re nat&#252;rlich ganz leicht und schnell m&#246;glich gewesen, es geht um den zweiten Teil der <span lang="en" xml:lang="en">E-Mail</span>.</p>
<p>Ich bin sicher nach 25 Jahren Museumst&#228;tigkeit sozusagen &#8220;subventionsbetriebsgesch&#228;digt&#8221;. Im Gegensatz zur Privatwirtschaft bin ich es fast gewohnt, dass im &#246;ffentlichen Bereich, n&#228;herhin im Museumsbereich, oft nur Fahrtspeseners&#228;tze und &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; nur sehr bescheidene Honorare f&#252;r Vortr&#228;ge gezahlt werden.<br />
Aber es ist mir noch nie passiert, dass ich f&#252;r einen Vortrag, zu dem ich eingeladen wurde, auch noch zahlen sollte.</p>
<p>Dabei geht es mir nicht nur ums ber&#252;hmte Prinzip (obwohl ich dazu stehe, dass es f&#252;r mich auch eine grunds&#228;tzliche Frage ist), sondern vor allem um einen sehr konkreten Aspekt: </p>
<p>Denn nach einem Blick auf die Tagungs<span lang="en" xml:lang="en">website</span> schien mir &#8211; sehr freundlich formuliert &#8211; eine Besch&#228;ftigung mit dem barrierefreien Web durchaus dringend angezeigt. Denke ich an viele andere Kulturportale im Netz, liegt die Sache nicht wesentlich anders.</p>
<p>Die Entscheidung zu mehr <span lang="en" xml:lang="en">Accessibility</span> im <span lang="en" xml:lang="en">Web</span> muss vom Entscheidungstr&#228;ger kommen und &#8211; gesetzliche Vorschriften hin oder her &#8211; im optimalen Fall echte Bereitschaft und Initiative zur Ver&#228;nderung signalisieren.</p>
<p>Eine Tagungsgeb&#252;hr zu bezahlen, um damit mein Thema transportieren zu k&#246;nnen k&#246;nnen, halte ich hinsichtlich eines ehrlichen Umdenkens hin zu mehr <span lang="en" xml:lang="en">Accessibility</span> im <span lang="en" xml:lang="en">Web</span> f&#252;r aufdringlich und damit f&#252;r h&#246;chst kontraproduktiv.  Jedes noch so bem&#252;hte Referat bek&#228;me einen billigen Anstrich und w&#252;rde letztlich zur Farce.</p>
<p>Auch mein missionarischer Eifer h&#228;lt sich dann sehr im Rahmen.<br />
Nein, ich muss durchaus nicht &#252;ber meine Erfahrungen berichten, um andere von der Wichtigkeit eines zug&#228;nglicheren <span lang="en" xml:lang="en">Web</span>s zu &#252;berzeugen. Und schon gar nicht, wenn ich das Gef&#252;hl bekomme, dass ich auch gar nicht wirklich eingeladen wurde, sondern mir die Erlaubnis zu reden ohnehin mit dem Bezahlen der Tagungsgeb&#252;hr sozusagen erkaufen m&#252;sste. </p>
<p>Also schickte ich kurzerhand meine Absage und begr&#252;ndete diese wie folgt:</p>
<blockquote><p>Ich gebe zu, dass ich &#246;fter mal ein Referat bzw. einen Vortrag auch gratis halte, daf&#252;r zahlen durfte/musste ich daf&#252;r aber nicht einmal w&#228;hrend meiner Studienzeit.<br />
Ich denke, daf&#252;r haben Sie Verst&#228;ndnis.
</p></blockquote>
<p>Zugegeben, es ist nicht ein Glanzst&#252;ck meiner Formulierungskunst und ich entschuldige es vor mir selbst mit meiner Aufgeregtheit. Aber die Antwort lie&#223; diesmal nicht lange warten, 15 Minuten sp&#228;ter landete sie schon im Posteingang:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr &#8230;!</p>
<p>Wir haben Ihre Absage zur Kenntnis genommen und Ihr Abstrakt aus der Tagung genommen.</p></blockquote>
<p>Klingt sehr erleichtert &#8230;<br />
erleichtert war allerdings auch ich &#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die leidige Knallerei</title>
		<link>http://www.typhaeus.at/2009/09/08/die-leidige-knallerei/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 13:26:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.typhaeus.at/?p=27</guid>
		<description><![CDATA[Ich gebe zu, dass ich kein Freund von Feuerwerken bin, es auch nie war. Irgendwie macht(e) mir der H&#246;llenl&#228;rm immer ein wenig Angst, wenngleich ich einr&#228;ume, dass Feuerwerke manchmal sch&#246;n anzusehen sind. Trotzdem, unterm Strich: Ich mag keine Knallerei und auch kein Feuerwerk, so kunstvoll, faszinierend  und sch&#246;n es auch immer sein mag. 

Hundehalter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, dass ich kein Freund von Feuerwerken bin, es auch nie war. Irgendwie macht(e) mir der H&#246;llenl&#228;rm immer ein wenig Angst, wenngleich ich einr&#228;ume, dass Feuerwerke manchmal sch&#246;n anzusehen sind. Trotzdem, unterm Strich: Ich mag keine Knallerei und auch kein Feuerwerk, so kunstvoll, faszinierend  und sch&#246;n es auch immer sein mag. </p>
<p><span id="more-27"></span><br />
Hundehalter (wohl generell Tierhalter) lehnen solche Knallereien meist wegen ihrer Tiere ab, weil der f&#252;r die 4-Beiner nicht wirklich identifizierbare L&#228;rm (schwere) Traumata ausl&#246;sen kann und die Tiere unter Umst&#228;nden uns&#228;glich unter dem L&#228;rm leiden. Gl&#252;cklicherweise sind <a href="http://www.paris-und-belami.at/" title="Externer Link zu 'paris-und-belami.at'">meine beiden Pelzigen</a> absolut schussfest, ich daf&#252;r &#252;berhaupt nicht ;-).</p>
<p>Gestern Nacht wurde ich durch ohrenbet&#228;ubenden L&#228;rm gegen 22.20 Uhr aus dem Schlaf geschreckt. Es war ausnahmsweise nicht mein Tinnitus, sondern ein gro&#223;angelegtes Feuerwerk nach einer Fest- <abbr>bzw.</abbr> Gedenkveranstaltung im Schloss Esterh&aacute;zy in Eisenstadt.</p>
<p>Was mich dann aber n&#228;chtens trotzdem noch erheiterte, war die vom <acronym>ORF</acronym>-Burgenland schon vor drei Wochen wohl unbeabsichtigte und auch in nicht ganz richtigem Deutsch formulierte  Ank&#252;ndigung des Feuerwerks, die gestern nochmals <a href="http://burgenland.orf.at/stories/387991/" title="Externer Link zu 'burgenland.orf.at/stories/387991/'">wortident aufgew&#228;rmt</a> wurde &#8230; </p>
<blockquote><p>Heute wird dieser Tag gefeuert.</p></blockquote>
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