Mit Ausnahme von Friedens- und vor allem Literaturnobelpreisen geht die Verleihung der Nobelpreise jährlich ziemlich spurlos an mir vorüber. Nur heuer holte mich ausgerechnet nach der Verleihung des Nobelpreises für Chemie – ich gratuliere aufrichtig den drei Preisträgern – die Vergangenheit heim:
Denn das Unterrichtsfach Chemie gehörte zu jenen Fächern in der Schule, das mich nicht nur so gut wie gar nicht interessierte, sondern in dem ich auch herzlich wenig zu verstehen vermochte. Soll ehrlicher formuliert werden: Ich hatte keine Ahnung von Chemie! Dabei schätzte ich meinen etwas antiquiert wirkenden – und das lag nicht nur an seinem schönen Vornamen “Anatol” – aber durchaus ulkigen Professor doch sehr.
Die genauen Gründe weiß ich leider nicht mehr, war es die Maturaordnung, die mich dazu zwang, oder ein Anflug von Wahnsinn meinerseits, – ich nannte Chemie als Prüfungsfach für die Matura.
Die Prüfung – darüber sei der Mantel des Schweigens gebreitet – quittierte mein Professor mit den Worten: “Sie bekommen eine positive Note”, allerdings nicht ohne hinzuzufügen “… wenn Sie mir versprechen, in Ihrem zukünftigen Leben weder Chemie zu studieren noch nach einem Beruf, der mit Chemie zu tun hat, zu streben …”.
Wir haben beide unsere Versprechen gehalten (wenn auch ich wahrscheinlich leichteren Herzens als er)!
PS: Darüber hinaus assoziiere ich heute mit dem Fach Chemie bloß, dass H2O die chemische Summenformel (diesen terminuns technicus hab ich jetzt nachgeschlagen!) für Wasser ist und Marie Curie 1911 den Nobelpreis bekam … na immerhin ;)

mir nach wie vor oder noch immer ein Rätsel: Wasserstoffbrücken, Quelle: Wikipedia