Am Freitag habe ich mir ein neues Fahrrad gekauft. Zugegeben, der Satz klingt entscheidungsfreudiger, als es der Prozess, der dann schlussendlich zur Kaufentscheidung führte, war. Aber dazu vielleicht einmal ein eigener Beitrag.
Und nein, mit sportlichen Ambitionen hat der Kauf auch wenig zu tun, angesagt sind bloß etwas mehr Bewegung und Abnehmen …
Und so sattelte ich heute Vormittag mein neues Rad und nahm mir eine kleine Runde in der Gegend, östlich von Eisenstadt, vor. Rad, Helm, Sonnenbrillen – sah alles ziemlich cool aus, dachte ich zumindest.
Fuhr also los, führte Selbstgespräche, träumte vor mich hin, genoss das Panorama sehr, die Bergaufstrecken weniger, und befand mich nach etwa 45 Minuten plötzlich irgendwo in der Puszta. Keine Beschilderung, keine Menschen, nix. Just in dem Moment, als sich leichte Verzweiflung in mir und beißende Müdigkeit in meinen Oberschenkelmuskeln breit zu machen begannen, tauchten eine ältere Dame und ihr Enkel (meine Interpretation) auf. Beide auf Rädern, beide sorgfältig behelmt, beide ziemlich cool.
Die nette Dame erklärte mir auf meine Frage, wohin denn dieser Weg führt, sehr freundlich, dass dieser nach nirgendwo führt und ich ziemlich viele Kilometer zurückfahren müsse, um wieder auf meine geplante Route zu kommen.
Ich bedankte mich artig, drehte also um und hörte beim Losfahren gerade noch, wie die Dame ihrem Enkel die Situation erklärte:
Schau Basti, der Opa hat sich verfahren und muss jetzt zurückfahren.
am 19. Juli 2010 um 14:57 Uhr:
die ältere Dame hatte sicher vergessen ihre Brille zu tragen :) und wenn nicht, bist du der jüngste Opa der mir jemals begegnet ist
glg
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