Archiv für September 2009

Also doch …

26. September 2009

Ich verwende beim Schlafen Ohropax-Ohrstöpsel. Ich kann sonst nicht schlafen. Oder genauer: Ich glaube nicht schlafen zu können, wenn ich keine Ohrstöpsel verwende. Ich liege nämlich, wenn ich sie einmal vergessen habe, im Bett und warte angestrengt auf Geräusche, die mich am Einschlafen hindern (könnten): im Sommer auf das Mark und Bein durchdringende Geräusch einer mich, das Opfer, umkreisenden Gelse, im Winter auf die Kratzgeräusche der Eisschaber, ganzjährig auf die Fieps- und Schnarchgeräusche meiner Pelzigen …

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Kant, Handynummern und die Senilität

20. September 2009

Während anspruchsvollere Geister die philosophischen Schriften Immanuel Kants lesen, begnüge ich mich mit seiner Biografie, und sogar da wählte ich nur eine Kurzfassung in Form der ro ro ro – Ausgabe. Es ist schon lange her, dass ich diese gelesen habe, trotzdem geht mir besonders eine Stelle nicht aus dem Sinn.

Kant hatte einen Diener namens Martin Lampe, den er nach 40 Jahren entließ. Heinrich Heine vermutet sogar, dass dieser Lampe einen erheblichen Einfluss auf Kants Denken, ja sogar auf die Entstehung seiner “Kritik der praktischen Vernunft”, gehabt hätte:

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A True Story

10. September 2009

When Golda Meir held the office of Prime Minister, she tried to encourage Henry Kissinger to make Israel a top priority. He sent her a letter:

I would like to inform you that I’m first an American citizen, second Secretary of State and third a Jew

She responded:

In Israel we read from right to left

Gefunden auf: Sabra at heart.

Nein danke!

8. September 2009

Anfang Mai dieses Jahres bekam ich via E-Mail eine sehr freundliche Einladung, ein Referat im Rahmen der Internationalen Tagung “Kulturelles Erbe und Neue Technologien” im November 2009 in Wien zu halten.

Ich würde Sie, mit Ihren Erfahrungen … hier sehr gerne als Vortragenden gewinnen.

Gerne sagte ich zu und freute mich über die Einladung. Ich sollte über meine Erfahrungen mit einem eigenen barrierefreien Kulturportal sprechen.

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Die leidige Knallerei

8. September 2009

Ich gebe zu, dass ich kein Freund von Feuerwerken bin, es auch nie war. Irgendwie macht(e) mir der Höllenlärm immer ein wenig Angst, wenngleich ich einräume, dass Feuerwerke manchmal schön anzusehen sind. Trotzdem, unterm Strich: Ich mag keine Knallerei und auch kein Feuerwerk, so kunstvoll, faszinierend und schön es auch immer sein mag.

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Visionäre

2. September 2009

Politiker und Politkerinnen sprechen bekanntlich gerne von Visionen. Jedesmal frage ich mich, wovon sie dann tatsächlich sprechen. Ich gestehe, ich verstehe nicht wirklich, was mit Visionen im politischen (oder im weiteren Sinn auch im wirtschaftlichen …) Kontext genau gemeint ist. Nun klärt mich der Duden auf, dass eine Vision nicht nur eine (religiöse) Erscheinung, das innere Bild einer Vorstellung oder eine Halluzination sein kann (siehe Wikipediaeintrag), sondern auch ein Zukunftsentwurf.
Also bin ich zufrieden, will Vision als Zukunftsentwurf zu deuten versuchen und beginne zu verstehen.

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Schönen Abend noch …

2. September 2009

In der Stadt treffe ich häufig die eine oder andere sehr liebe ältere Dame aus der unmittelbaren Nachbarschaft, und wir gehen dann meist ein Stück des Weges gemeinsam zurück nach Hause. So auch heute, als ich vom Arzt kam, weil die Schmerzen von der vorgestern diagnostizierten Gürtelrose trotz Antibiotikakur stärker statt weniger wurden und sich mein Allgemeinzustand verschlechterte statt sich zu bessern.

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Die schlauen Österreicher

1. September 2009

Daniel Barenboim – so schreibt er in seiner Autobiografie – lernte 1954 in Salzburg Wilhelm Furtwängler kennen. Dieser wurde ihm zu einem großen Förderer und lud ihn u.a. ein, mit den Berliner Philharmonikern zu spielen. Barenboims Vater lehnte ab, weil er – wie der Sohn vermutet -, nach “all den Grausamkeiten, die den Juden widerfahren waren”, (noch) nicht nach Deutschland fahren wollte.

Danach folgt eine bemerkenswerte Anmerkung in Klammern:

Es war mir immer ein Rätsel, wieso es zu dieser Zeit keine diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland gab, wohl aber zwischen Israel und Österreich. Irgendwie haben die Österreicher es zustande gebracht, die Welt davon zu überzeugen, dass sie Opfer Hitlers und der Nazis waren. Die Österreicher sind wirklich die schlauesten Leute der Welt: Sie haben es fertig gebracht, Beethoven zu einem Österreicher zu machen und Hitler zu einem Deutschen.

Daniel Barenboim. Die Musik – mein Leben, Berlin 2004, 46