Archiv für Juli 2009

andenken

30. Juli 2009

Am Donnerstag, dem 23. Juli 2009, leitete Armin Wolf in der ZIB 2 in einem Interview mit dem Automobil-Experten Willi Dietz zur Fusion VW-Porsche eine Frage an letzteren wie folgt ein:

“Angedacht war es ja von Porsche-Chef Wiedeking ganz anders …”.

Ich musste mich zu vorgerückter Stunde gleich noch ein wenig aufregen. Denn genau das tut das Wort “andenken”, wenn es als Verb in der Bedeutung von “überlegen, erwägen usw.” verwendet wird.

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Das Davidprinzip

23. Juli 2009

Wendelin Wiedeking verlässt Porsche. In dem von ihm herausgegebenen und von mir so geschätzten Buch “Das Davidprinzip” schreibt er auch den einleitenden und gleichnamigen Aufsatz. Darin bemüht er – quasi als Kernaussage – die biblische Geschichte von David und Goliath und reklamiert selbstverständlich die David entgegengebrachten Sympathien auch für sein Unternehmen.

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Wanderer am Rande der Welt

14. Juli 2009

Seit langem verfolgt mich Gottfried Kumpfs Kunstfigur “Der Asoziale”, oder richtiger: Ich folge ihr.

“Der Asoziale” repräsentiert allerdings eine relativ späte Stufe der Namensgebung für diese Figur. Wenn auch im konkreten Zusammenhang “asozial” als “Einzelgänger neben der Gesellschaft” oder als Gegenteil zum aristotelischen “Zoon politikon” (dem politischen, auf Gemeinschaft gegründeten Lebewesen) gesehen werden will, ist das Wort trotzdem sowohl historisch als auch politisch einschlägig konnotiert.

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Web 0.0

12. Juli 2009

Kunde, der sich selbst als webaffin bezeichnen würde, schickt mir 2 Worddokumente zum Onlinestellen auf seiner Website und bittet eindringlichst, ob es möglich ist, diese in PDF-Dokumente “umzuwandeln”.
Grund: Er hat “Angst, dass jemand die Word-Dateien herunterlädt und nachträglich verändert” (sic!).

Bin nicht ganz sicher, ob er Interaktivität wirklich verstanden hat. Eigentlich müsste man ihn fragen, ob er so etwas (eine nachträgliche Änderung an einem Originaldokument am Server) schon einmal erfolgreich gemacht hat…

Beiläufig

12. Juli 2009

Das Vergangene geht, das Gewesene kommt.

Widmung von Martin Heidegger unter einem Foto, das ihn und Viktor Frankl bei einem Heurigenbesuch in Wien zeigt.